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Leitfaden12 Min. Lesezeit
Flagge China

Zoll China: Was kostet der Import aus China nach Deutschland?

China ist Deutschlands größter Handelspartner im Warenverkehr. Wer Waren aus China importiert, muss Zollsätze, Einfuhrumsatzsteuer und Dokumentationspflichten kennen. Dieser Leitfaden erklärt die Einfuhrabgaben Schritt für Schritt und zeigt, wie Sie Kosten korrekt berechnen.

Tom Bössow
Tom Bössow·

Deutschland importierte 2024 Waren im Wert von über 130 Milliarden Euro aus der Volksrepublik China (Quelle: Statistisches Bundesamt). Damit ist China der mit Abstand größte Lieferant für deutsche Unternehmen. Ob Elektronik, Textilien, Maschinen oder Spielzeug: Der Warenverkehr zwischen beiden Ländern betrifft nahezu jede Branche.

Beim Import aus China nach Deutschland fallen drei Abgabenarten an: Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und in bestimmten Fällen Verbrauchsteuern. Wer diese Kosten nicht vorab kalkuliert, riskiert Nachzahlungen und Lieferverzögerungen. Dieser Leitfaden richtet sich an Unternehmen, die gewerblich aus China importieren, und erklärt alle relevanten Abgaben, Freigrenzen und Dokumente.

Hinweis

Dieser Leitfaden behandelt den gewerblichen Import. Für Privatpersonen (Pakete von Temu, Shein, AliExpress) gelten vereinfachte Regeln. Ab 2028 plant die EU die Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze für Paketsendungen.

Welche Abgaben fallen bei der Einfuhr aus China an?

Bei der Einfuhr aus China in die EU fallen bis zu drei Abgabenarten an. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

AbgabeBerechnungsgrundlageTypische HöheRechtsgrundlage
Zoll (Einfuhrzoll)
Zollwert (CIF-Wert) × Zollsatz0 % bis 14 % (warenabhängig)Gemeinsamer Zolltarif der EU, Art. 56 UZK
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)
(Zollwert + Zoll + ggf. Verbrauchsteuer) × 19 %19 % (ermäßigt: 7 %)§ 1 Abs. 1 Nr. 4 UStG, § 21 UStG
Verbrauchsteuer
Nur bei bestimmten WarenWarenabhängigJeweiliges Verbrauchsteuergesetz

Zoll (Einfuhrzoll)

Der Zoll wird auf Basis des Zollwerts berechnet. Der Zollwert entspricht dem Warenwert plus Transportkosten bis zur EU-Grenze plus Versicherung (CIF-Wert). Der konkrete Zollsatz ergibt sich aus der Zolltarifnummer der Ware. Da China kein Freihandelsabkommen mit der EU hat, gelten die Meistbegünstigungszollsätze (MFN) des Gemeinsamen Zolltarifs. Zusätzlich erhebt die EU auf viele chinesische Produkte Antidumpingzölle (z. B. auf Stahl, E-Bikes und Elektrofahrzeuge).

Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)

Die EUSt funktioniert wie die Mehrwertsteuer und beträgt regulär 19 % (ermäßigt 7 % für Lebensmittel, Bücher und bestimmte andere Waren). Die Bemessungsgrundlage setzt sich zusammen aus Zollwert, Zollbetrag und ggf. Verbrauchsteuer. Gewerbliche Importeure mit Vorsteuerabzugsberechtigung können die gezahlte EUSt als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen.

Verbrauchsteuer

Verbrauchsteuern fallen nur bei bestimmten Warengruppen an und müssen vor der Überführung in den freien Verkehr entrichtet werden. Betroffen sind:

Alkohol und alkoholische Getränke
Tabakwaren
Kaffee
Energieerzeugnisse

EU-Antidumpingzölle

Für viele Produktkategorien aus China erhebt die EU zusätzliche Antidumpingzölle. Prüfen Sie vor dem Import in der TARIC-Datenbank, ob Ihre Ware betroffen ist.

Zollsätze für häufig importierte Waren aus China

Die folgende Tabelle zeigt Zollsätze für typische Importwaren aus China. Der konkrete Zollsatz hängt immer von der Zolltarifnummer ab:

WarengruppeBeispielHS-CodeZollsatz (MFN)Antidumping?
Textilien & Bekleidung
T-Shirt aus Baumwolle6109.1012,0 %Nein
Elektronik
Smartphone8517.130,0 %Nein
Maschinen
CNC-Fräsmaschine8459.612,7 %Nein
Spielzeug
Kunststoff-Spielfigur9503.004,7 %Nein
Möbel
Bürostuhl9401.300,0 %Nein
Fahrräder
E-Bike8711.606,0 %Ja (bis 79,3 %)
Stahl
Kaltgewalztes Stahlblech7209.150,0 %Ja (19,7 – 22,1 %)
Keramik
Geschirrset6912.0012,0 %Ja (variabel)
Solarpanels
Photovoltaikmodule8541.400,0 %Ja (ausgesetzt, prüfen)
Elektrofahrzeuge
PKW (BEV)8703.8010,0 %Ja (17,0 – 36,3 %)

Zollsätze variieren stark je nach Ware. Während Elektronik und Maschinen vielfach zollfrei sind, fallen bei Textilien und Keramik bis zu 12 % an. Die korrekte Zolltarifnummer bestimmt den Satz. Bei Waren mit Antidumpingzoll kann die Gesamtbelastung deutlich steigen. Aktuelle Zollsätze prüfen Sie im EZT-Online oder über die TARIC-Datenbank.

Zollsatz 0 %

Viele Elektronikprodukte und IT-Waren sind durch das WTO-Informationstechnologieabkommen (ITA) zollfrei. Prüfen Sie, ob Ihre Ware in den Anwendungsbereich fällt.

Rechenbeispiel: So berechnen Sie die Einfuhrabgaben

Zwei konkrete Rechenbeispiele zeigen, wie sich die Einfuhrabgaben zusammensetzen. Berechnen Sie Ihre eigenen Einfuhrabgaben mit unserem Zollrechner für China.

Beispiel 1: 500 Bürostühle aus Shenzhen (zollfrei)

Zolltarifnummer: 9401 3900 00 0 – Drittlandszollsatz 0,00 %.

PositionWert
Warenwert (laut Rechnung)25.000,00 €
Kosten bis EU-Bestimmungsort3.000,00 €
Drittlandszollsatz: 0,00 %0,00 €
Zölle0,00 €
Zollwert (Warenwert + Kosten bis EU-Bestimmungsort)28.000,00 €
Bemessungsgrundlage für EUSt. (Zölle + Zollwert)28.000,00 €
Bemessungsgrundlage × EUSt (19,0 %)5.320,00 €
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt.) insgesamt5.320,00 €
Zollabgaben (Zölle + EUSt.)5.320,00 €

Beispiel 2: T-Shirts aus Guangzhou (mit Zoll)

Zolltarifnummer: 6109 1000 10 0 – Drittlandszollsatz 12,00 %.

PositionWert
Warenwert (laut Rechnung)10.000,00 €
Kosten bis EU-Bestimmungsort13.000,00 €
Drittlandszollsatz: 12,00 %2.760,00 €
Zölle2.760,00 €
Zollwert (Warenwert + Kosten bis EU-Bestimmungsort)23.000,00 €
Bemessungsgrundlage für EUSt. (Zölle + Zollwert)25.760,00 €
Bemessungsgrundlage × EUSt (19,0 %)4.894,40 €
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt.) insgesamt4.894,40 €
Zollabgaben (Zölle + EUSt.)7.654,40 €

Die Gesamtbelastung hängt stark vom Zollsatz der jeweiligen Ware ab. Bei Textilien erreicht die Gesamtbelastung über 30 % des Warenwerts. Die korrekte Zolltarifnummer ist entscheidend: Ein falscher Code kann Tausende Euro Differenz bedeuten.

Zollfreigrenze: Wann fällt kein Zoll an?

Die Freigrenzen beim Import aus China auf einen Blick:

SendungswertZollEUStVerbrauchsteuer
Bis 150 EUR (Sachwert)
Zollfrei19 % EUSt fälligFalls zutreffend
Über 150 EUR
Zoll nach Tarif fällig19 % EUSt fälligFalls zutreffend
Die 150-EUR-Freigrenze bezieht sich auf den Sachwert der Ware (ohne Fracht und Versicherung)
Gilt für Sendungen aus Nicht-EU-Staaten, also auch China
Auch bei zollfreien Sendungen unter 150 EUR fällt die EUSt an
Die frühere 22-EUR-Befreiung von der EUSt wurde am 1. Juli 2021 abgeschafft (Import One-Stop-Shop / IOSS)

Geplante Änderung

Die EU plant ab 2028 (möglicherweise früher) die Abschaffung der 150-EUR-Zollfreigrenze. Dann fällt auf jede Sendung aus China Zoll an, unabhängig vom Wert. Hintergrund sind die Massenlieferungen über Plattformen wie Temu und Shein.

Für gewerbliche Importe sind die Freigrenzen in der Praxis irrelevant. Die Sendungswerte liegen fast immer über 150 EUR. Gewerbliche Importeure müssen jede Sendung beim Zoll anmelden (ATLAS-System). Dafür ist eine EORI-Nummer Pflicht: Die Economic Operators Registration and Identification Number wird kostenlos über das Zoll-Portal beantragt und ist Voraussetzung für jede gewerbliche Zollanmeldung in der EU.

Dokumente und Voraussetzungen für den Import aus China

Folgende Dokumente benötigen Sie für die Einfuhr aus China:

Pflichtdokumente

EORI-Nummer

Registrierung beim Zoll, kostenlos, einmalig. Ohne EORI keine Zollanmeldung möglich.

Handelsrechnung (Commercial Invoice)

Vom Lieferanten in China. Muss enthalten: Warenbeschreibung, Stückzahl, Wert, Incoterms, Ursprungsland.

Packliste (Packing List)

Detaillierte Aufstellung der Sendungsinhalte je Karton/Palette.

Bill of Lading (B/L) oder Airway Bill (AWB)

Frachtdokument des Transportunternehmens.

Zolltarifnummer (HS-Code)

Die korrekte 11-stellige Warennummer für die Zollanmeldung.

Zollanmeldung (ATLAS)

Elektronische Anmeldung über das ATLAS-System, in der Regel durch den Spediteur/Zollagenten.

Je nach Ware zusätzlich erforderlich

CE-Kennzeichnung

Pflicht für viele Produktkategorien (Elektronik, Spielzeug, Maschinen, Medizinprodukte)

Konformitätserklärung

Nachweis, dass die Ware EU-Normen entspricht

REACH-Registrierung

Bei chemischen Stoffen (EU-Chemikalienverordnung)

Pflanzenschutzzeugnis

Bei pflanzlichen Produkten und Holzverpackungen (ISPM-15)

Einfuhrgenehmigung

Bei Textilien (je nach Kontingent) oder Dual-Use-Gütern

Ursprungszeugnis (Certificate of Origin)

Kann der Zoll anfordern, belegt die Herkunft der Ware

Tipp

Die meisten Importeure beauftragen einen Zollagenten oder Spediteur mit der Zollabwicklung. Die Kosten liegen bei ca. 30–80 EUR pro Zollanmeldung. Auch mit Spediteur bleibt die Verantwortung für die richtige Zolltarifnummer beim Importeur.

Häufige Fehler beim Import aus China

Diese Fehler führen regelmäßig zu Nachzahlungen, Verzögerungen oder Strafverfahren:

FehlerFolgeSo vermeiden Sie ihn
Falsche Zolltarifnummer
Nachzahlung, Strafzoll, Verzögerung
Warennummer mit KI oder über den EZT-Online prüfen
Warenwert zu niedrig deklariert
Strafverfahren wegen Zollhinterziehung (§ 370 AO)
Immer den tatsächlichen Transaktionswert angeben
CE-Kennzeichnung fehlt
Ware wird an der Grenze zurückgehalten
Vor Bestellung beim Lieferanten CE-Konformität sicherstellen
Antidumpingzölle nicht geprüft
Unerwartete Zusatzkosten von 20–80 %
TARIC-Datenbank vorab konsultieren
Incoterms unklar vereinbart
Streit über Transportkosten und Zollwert
FOB oder CIF eindeutig im Kaufvertrag festlegen
Keine EORI-Nummer beantragt
Zollanmeldung wird abgelehnt
EORI rechtzeitig beim IWM Zoll beantragen
Dokumente unvollständig
Verzögerung bei der Abfertigung, Lagerkosten
Checkliste vor Versand mit Lieferant abgleichen

Schritt für Schritt: Ablauf einer China-Einfuhr

Schritt 1

Ware bestellen und Incoterms festlegen

Vereinbaren Sie FOB (Lieferant liefert bis Hafen in China) oder CIF (Lieferant übernimmt Fracht und Versicherung bis EU-Hafen). FOB ist in der Praxis am häufigsten.

Schritt 2

Zolltarifnummer ermitteln

Bestimmen Sie die korrekte Zolltarifnummer vor dem Versand. Nur so können Sie die Einfuhrabgaben vorab kalkulieren.

Schritt 3

Einfuhrabgaben vorab kalkulieren

Berechnen Sie Zoll + EUSt + ggf. Verbrauchsteuer anhand des Zollwerts und des Zollsatzes Ihrer Warennummer.

Schritt 4

Transportkosten berechnen

Seefracht (20–40 Tage), Luftfracht (5–10 Tage) oder Bahnfracht (15–20 Tage). Für die Zollwertberechnung sind die Frachtkosten bis zur EU-Grenze relevant. Frachtpreise vergleichen Sie z. B. über Cargolo.

Schritt 5

Dokumente vorbereiten

Commercial Invoice, Packing List, Bill of Lading und ggf. CE-Dokumente, Ursprungszeugnis, Konformitätserklärung beim Lieferanten anfordern.

Schritt 6

Zollanmeldung abgeben

In der Regel über Ihren Spediteur/Zollagenten im ATLAS-System. Die Ware wird in den zollrechtlich freien Verkehr überführt.

Schritt 7

Einfuhrabgaben zahlen

Zoll und EUSt werden per Zollkonto (Aufschub) oder direkt bei Überführung fällig. Die EUSt können gewerbliche Importeure als Vorsteuer geltend machen.

Schritt 8

Ware entgegennehmen und Unterlagen archivieren

Zollbelege, Rechnungen und Transportdokumente müssen 10 Jahre aufbewahrt werden (§ 147 AO).

Antidumpingzölle auf chinesische Waren

Die EU erhebt Antidumpingzölle, wenn Waren aus Drittländern unter dem Marktpreis in die EU verkauft werden und dadurch EU-Hersteller geschädigt werden. China ist von diesen Maßnahmen besonders betroffen.

Aktuelle Antidumpingmaßnahmen gegen China (Auszug, Stand 2026)

WarengruppeZusätzlicher ZollsatzRechtsgrundlage
Elektrofahrzeuge (BEV)
17,0 – 36,3 %VO (EU) 2024/XXX
Kaltgewalzter Stahl
19,7 – 22,1 %VO (EU) 2016/1328
Keramikfliesen
26,3 – 69,7 %VO (EU) 2011/917
Fahrräder
bis 48,5 %VO (EU) 2019/1117
E-Bikes
18,8 – 79,3 %VO (EU) 2019/73
Aluminium-Strangpressprofile
21,2 – 32,1 %VO (EU) 2021/546
Glasfasergewebe
69,4 %VO (EU) 2020/492
Die vollständige Liste der EU-Antidumpingmaßnahmen umfasst über 100 Produktkategorien
Prüfung ist Pflicht: In der TARIC-Datenbank sehen Sie, ob für Ihre Warennummer Antidumpingzölle gelten
Der Antidumpingzoll kommt zum regulären Zollsatz hinzu
Die Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und können sich ändern

Elektrofahrzeuge aus China

Seit Oktober 2024 erhebt die EU Ausgleichszölle auf Elektrofahrzeuge aus China. Je nach Hersteller liegen die Zusatzzölle bei 17,0 % (BYD) bis 36,3 % (SAIC). Diese kommen zum regulären Zollsatz von 10 % hinzu.

Besondere Regelungen für typische China-Importe

Elektronik und IT-Produkte

Viele IT-Waren sind dank ITA (Information Technology Agreement) zollfrei
CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung sind Pflicht
Lithium-Batterien unterliegen Gefahrgutvorschriften beim Transport

Textilien und Bekleidung

Zollsätze zwischen 8 % und 12 %
Textilkennzeichnungsverordnung beachten (Materialangaben in Deutsch)
Bestimmte Textilien unterliegen REACH-Beschränkungen (Farbstoffe, Chemikalien)

Maschinen und Industriegüter

Meist niedrige Zollsätze (0–4 %)
CE-Kennzeichnung und Maschinenrichtlinie beachten
Bei Dual-Use-Gütern Exportkontrolle prüfen

Spielzeug

Zollsatz ca. 4,7 %
Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG: Strenge Sicherheitsanforderungen
CE-Kennzeichnung und GS-Prüfzeichen empfohlen

Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel

Besondere Einfuhrvorschriften: Veterinär- und Phytosanitärkontrollen
Etikettierung in deutscher Sprache erforderlich
Gesundheitszeugnisse vom Herkunftsland

Fazit

Zusammenfassung: Import aus China richtig vorbereiten

Der Import aus China lohnt sich für deutsche Unternehmen, wenn Sie die Einfuhrabgaben vorab kennen. Die korrekte Zolltarifnummer bestimmt den Zollsatz und damit die Gesamtkosten. Prüfen Sie immer auf Antidumpingzölle, stellen Sie CE-Konformität sicher und kalkulieren Sie Zoll plus 19 % EUSt in Ihre Kalkulation ein. Mit der richtigen Vorbereitung und vollständigen Dokumenten läuft die Zollabwicklung reibungslos.

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Über den Autor

Tom Bössow
Tom Bössow

Gründer von zolltarifnummer.com

Tom bringt über fünf Jahre Erfahrung im Logistik- und Speditionswesen mit und entwickelt KI-gestützte Lösungen für die Zolltarifierung. Er hilft Unternehmen, die richtigen Zolltarifnummern zu finden und Importprozesse zu optimieren.

Häufige Fragen

FAQ zum Zoll bei Import aus China

Wie hoch ist der Zoll bei Import aus China nach Deutschland?

Der Zollsatz hängt von der Ware ab und wird durch die Zolltarifnummer bestimmt. Typische Sätze liegen zwischen 0 % (Elektronik, Maschinen) und 12 % (Textilien, Keramik). Zusätzlich fallen 19 % Einfuhrumsatzsteuer an. Bei bestimmten Produkten kommen EU-Antidumpingzölle hinzu.

Gibt es eine Zollfreigrenze für Waren aus China?

Für Warensendungen mit einem Sachwert bis 150 EUR fällt kein Zoll an. Die Einfuhrumsatzsteuer (19 %) muss trotzdem gezahlt werden. Für gewerbliche Importe ist die Freigrenze praktisch irrelevant, da die Warenwerte fast immer darüber liegen.

Welche Dokumente brauche ich für den Import aus China?

Mindestens: EORI-Nummer, Handelsrechnung (Commercial Invoice), Packliste, Frachtbrief (B/L oder AWB) und die Zolltarifnummer. Je nach Ware zusätzlich: CE-Konformitätserklärung, Ursprungszeugnis, REACH-Registrierung oder Einfuhrgenehmigungen.

Was kostet die Einfuhrumsatzsteuer bei China-Importen?

Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 19 % (ermäßigt 7 % für bestimmte Waren wie Lebensmittel und Bücher). Die Bemessungsgrundlage ist der Zollwert plus Zollbetrag. Gewerbliche Importeure können die EUSt als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen.

Was sind Antidumpingzölle und betreffen sie meinen Import?

Die EU erhebt Antidumpingzölle auf Waren, die unter dem Marktpreis importiert werden. Betroffen sind viele Produkte aus China: Stahl, E-Bikes, Keramik, Elektrofahrzeuge und mehr. Die Zusatzzölle betragen 17 % bis über 70 %. Prüfen Sie Ihre Warennummer in der TARIC-Datenbank.

Wie finde ich die richtige Zolltarifnummer für meinen China-Import?

Sie können die Zolltarifnummer im EZT-Online nachschlagen, in der TARIC-Datenbank suchen oder unsere KI-gestützte Suche auf zolltarifnummer.com nutzen. Geben Sie Ihre Produktbeschreibung ein und erhalten Sie den passenden HS-Code mit Begründung.

Brauche ich eine EORI-Nummer für den Import aus China?

Ja, die EORI-Nummer ist Pflicht für jede gewerbliche Zollanmeldung in der EU. Sie beantragen die Nummer kostenlos beim Informations- und Wissensmanagement Zoll (IWM) über das Zoll-Portal. Die Bearbeitung dauert in der Regel wenige Werktage.

Muss ich CE-Kennzeichnung bei China-Importen beachten?

Für viele Produktkategorien ist die CE-Kennzeichnung Pflicht: Elektronik, Spielzeug, Maschinen, Medizinprodukte, persönliche Schutzausrüstung. Als Importeur sind Sie der Inverkehrbringer und damit verantwortlich für die Konformität – auch wenn die Ware in China hergestellt wurde.

Wie berechne ich den Zollwert meiner Lieferung aus China?

Der Zollwert basiert auf dem Transaktionswert: Warenwert (laut Rechnung) plus Frachtkosten bis zur EU-Grenze plus Versicherung. Bei FOB-Lieferungen addieren Sie die Seefracht und Versicherung zum FOB-Preis. Diesen CIF-Wert multiplizieren Sie mit dem Zollsatz Ihrer Warennummer.

Was passiert wenn ich eine falsche Zolltarifnummer verwende?

Eine falsche Einreihung kann zu Nacherhebungen (bis zu 3 Jahre rückwirkend), Strafzöllen, Bußgeldern und im Wiederholungsfall zu Strafverfahren wegen Zollhinterziehung führen. Die korrekte Einreihung liegt in der Verantwortung des Anmelders, also des Importeurs.

Wie lange dauert der Import aus China nach Deutschland?

Per Seefracht 20–40 Tage, per Luftfracht 5–10 Tage, per Bahnfracht (Neue Seidenstraße) 15–20 Tage. Dazu kommt die Zollabwicklung am Eingangshafen/-flughafen (1–3 Werktage bei vollständigen Dokumenten). Planen Sie Puffer für Zollprüfungen ein.

Kann ich die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer abziehen?

Ja, gewerbliche Importeure mit Vorsteuerabzugsberechtigung können die gezahlte EUSt als Vorsteuer in der Umsatzsteuer-Voranmeldung geltend machen. Der Zoll selbst ist dagegen nicht als Vorsteuer abziehbar, sondern ein echter Kostenfaktor.

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