Kostenlose Online-Sanktionslistenprüfung
Personen und Unternehmen gegen EU-, UN-, US-OFAC-, UK- und Schweizer Sanktionslisten prüfen. Aktuelle Quelldaten und tolerante Namenssuche – kostenlos und ohne Anmeldung.
So funktioniert die Sanktionslistenprüfung
Name oder Firma eingeben
Geben Sie den Namen einer Person oder Organisation in das Suchfeld ein. Auch Teilnamen oder alternative Schreibweisen werden erkannt.Ergebnis prüfen
Sie erhalten sofort ein Ergebnis: Kein Treffer (grün) oder Übereinstimmungen mit Details zu den gefundenen Einträgen (gelb).Bei Treffer handeln
Vergleichen Sie den gefundenen Eintrag sorgfältig mit Ihrem Geschäftspartner. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie das BAFA oder einen Rechtsberater.
Die Prüfung greift auf 5 offizielle Sanktionslisten zu: die EU-Finanzsanktionsliste, die UN-Sicherheitsratsliste, die US-OFAC SDN-Liste, die UK-Sanktionsliste und die Schweizer SECO-Liste. Alle Daten werden täglich automatisch aktualisiert. Die Suche berücksichtigt auch alternative Schreibweisen, Tippfehler und verschiedene Transliterationen – Sie finden einen Eintrag also auch bei abweichender Schreibweise.
Was ist eine Sanktionslistenprüfung?
Eine Sanktionslistenprüfung – auch Sanktionsprüfung oder Sanktionsscreening genannt – ist der Abgleich von Personen und Organisationen mit offiziellen Sanktionslisten. Ziel ist es, unmittelbar geltende Bereitstellungsverbote und Finanzsanktionen einzuhalten. Ein risikobasierter Abgleich ist dafür eine etablierte Compliance-Maßnahme; eine pauschale Pflicht zu einem bestimmten Screening-Verfahren folgt jedoch nicht aus § 74 AWV. Seit den umfangreichen Russland-Sanktionen ab 2022 hat die Bedeutung belastbarer Kontrollprozesse nochmals zugenommen.
Welche Sanktionslisten werden abgeglichen?
Unser Tool gleicht gleichzeitig mit 5 offiziellen Sanktionslisten ab. Alle Listen werden täglich automatisch aktualisiert.

EU-Finanzsanktionsliste (FSF)
Die zentrale Sanktionsliste der Europäischen Union mit über 5.800 Einträgen, gepflegt von der Generaldirektion Finanzstabilität (DG FISMA). Enthält seit 2022 umfangreiche Russland- und Belarus-Sanktionen.
Offizielle QuelleUN-Sicherheitsrat
Die konsolidierte Sanktionsliste des UN-Sicherheitsrats mit ca. 1.000 Einträgen. Muss von allen 193 UN-Mitgliedstaaten umgesetzt werden.
Offizielle QuelleUS OFAC SDN-Liste
Die Specially Designated Nationals (SDN) Liste des US-Finanzministeriums mit über 18.000 Einträgen. Relevant bei US-Bezug oder USD-Transaktionen.
Offizielle QuelleUK-Sanktionsliste
Die eigenständige Sanktionsliste des Vereinigten Königreichs mit über 5.000 Einträgen, gepflegt vom britischen Außenministerium (FCDO).
Offizielle QuelleSchweizer SECO-Liste
Die Sanktionsliste des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) mit über 5.600 Einträgen. Relevant für Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen in die Schweiz.
Offizielle QuelleWer sollte eine Sanktionslistenprüfung durchführen?
Unternehmen müssen die für sie einschlägigen Sanktionsverbote einhalten. Wie sie das organisatorisch sicherstellen, hängt von Geschäftsmodell, Ländern, Produkten, Zahlungswegen und beteiligten Personen ab. Ein dokumentierter, risikobasierter Abgleich ist besonders relevant für:
Vor jeder Lieferung oder Bestellung ins/aus dem Ausland
Bei Annahme neuer Aufträge und vor Zollanmeldungen
Bei Kontoeröffnungen und internationalen Überweisungen
Bei neuen Partnern und risikorelevanten Transaktionen
Konsequenzen bei Verstößen gegen Sanktionen
Die Rechtsfolgen hängen vom verletzten Sanktionsrechtsakt, der konkreten Handlung und dem Verschuldensgrad ab. Möglich sind unter anderem:
Strafrecht
Je nach Tatbestand
Bußgeld
Je nach Verstoß
Einziehung
Betroffene Güter
Reputationsschaden
Geschäftsverlust
Wichtig: Ein möglicher Treffer ist noch kein bestätigter Sanktionsfall. Stoppen Sie die betroffene Transaktion bis zur Klärung, prüfen Sie Identitätsmerkmale und den einschlägigen Rechtsakt und holen Sie bei Unsicherheit fachkundigen Rat ein.
Kontrollprozess: Was Sie dokumentieren sollten
| Kontrollschritt | Beschreibung | Häufigkeit |
|---|---|---|
Neukundprüfung | Relevante neue Geschäftspartner vor dem ersten Geschäft prüfen | Beim Onboarding |
Bestandsprüfung | Bestehende Partner abhängig von Risiko und Listenänderungen nachprüfen | Risikobasiert |
Dokumentation | Prüfergebnis, Datum, abgeglichene Liste, Ergebnis festhalten | Bei jeder Prüfung |
Trefferbewertung | Bei Treffern: Identität prüfen, ggf. BAFA kontaktieren | Bei jedem Treffer |
Transaktionsstopp | Geschäft einfrieren bis Trefferbewertung abgeschlossen | Bei bestätigtem Treffer |
Weiterführende Tools für Außenhandel & Compliance
Die Sanktionslistenprüfung ist ein Baustein der Exportkontrolle. Für eine vollständige Compliance benötigen Sie auch die richtige Zolltarifnummer und ggf. eine Dual-Use-Prüfung:
Zolltarifnummer finden
Die Zolltarifnummer für Ihre Waren – mit Begründung und amtlichen Vergleichsfällen
Zolltarifierung
Einreihung begründen und als Teil des Kontrollsystems dokumentieren
Dual-Use-Prüfung
Prüfen Sie, ob Ihre Ware der Exportkontrolle für Güter mit doppeltem Verwendungszweck unterliegt
Zollprüfung vorbereiten
Unterlagen, Stichproben und Verantwortlichkeiten im Unternehmen strukturieren
EORI-Nummer prüfen
Verifizieren Sie EORI-Nummern Ihrer Handelspartner gegen die EU-Datenbank
HS-Code finden
Internationalen HS-Code für den weltweiten Handel ermitteln