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Zolltarifnummer für Rotwein: 2204.21.96.11.0

Hier finden Sie die Zolltarifnummer für Rotwein (2204.21.96.11.0) mit Zollsatz, Einfuhrumsatzsteuer, vZTA-Referenzen und wichtigen Abgrenzungen für Import und Export. Die Seite fasst zusammen, wann Rotwein unter diese Nummer fällt, welche Varianten anders einzureihen sind und welche Angaben Sie für eine belastbare Zollanmeldung prüfen sollten.

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Rotwein wird aus vergorenen roten Trauben hergestellt und ist in der Regel in 0,75-l-Flaschen abgefüllt. Die korrekte Einreihung hängt von Alkoholgehalt, Herkunft und Verpackung ab. Alle Möglichkeiten im Überblick →

01 · Hierarchie

Hierarchie der Zolltarifnummer

Die Zolltarifnummer für Rotwein leitet sich aus folgender Hierarchie ab:

Abb. 1 · Einreihungspfad
Kapitel 22
KN / TARIC
  • AbschnittKap. 16 bis 24: Waren der Lebensmittelindustrie; Getränke, alkoholische Flüssigkeiten und Essig; Tabak und verarbeitete Tabakersatzstoffe
    IV
  • KapitelGETRÄNKE, ALKOHOLHALTIGE FLÜSSIGKEITEN UND ESSIG
    22
  • PositionWein aus frischen Weintrauben, einschließlich mit Alkohol angereicherter Wein; Traubenmost, ausgenommen solcher der Position 2009
    2204
  • Unterpositionanderer Wein; Traubenmost, dessen Gärung durch Zusatz von Alkohol verhindert oder unterbrochen worden ist
    220421
  • Unterpositionin Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger
    220421
  • Kombinierte Nomenklaturandere
    22042111
  • Kombinierte Nomenklaturandere
    22042193
  • Kombinierte Nomenklaturandere Rebsortenweine
    22042195
  • Kombinierte Nomenklaturandere
    22042196
  • TARICWein aus frischen Weintrauben
    2204219611
  • Zolltarifnummermit einem vorhandenen Alkoholgehalt von 13 % vol oder weniger
02 · Begründung

Vom HS-Code zur Zolltarifnummer für Rotwein

Der HS-Code für Rotwein lautet 2204.21 und gilt weltweit als 6-stellige Grundlage. Die Kombinierte Nomenklatur erweitert den Code für die EU auf 2204.21.96. Der TARIC-Code wird für EU-Maßnahmen und Zollsätze verwendet: 2204.21.96.11. Für den Import nach Deutschland benötigen Sie die vollständige 11-stellige Zolltarifnummer: 2204.21.96.11.0.

03 · Alternativen

Einreihung von Rotwein nach Allgemeinen Vorschriften (AV)

Die Einreihung von Rotwein erfolgt nach den Allgemeinen Vorschriften für die Auslegung des Harmonisierten Systems (AV). Maßgeblich ist die stoffliche Beschaffenheit (vergorener Traubenmost) und der Verwendungszweck als Getränk. Position 2204 erfasst Wein aus frischen Weintrauben, unabhängig von der Rebsorte.

Weitere Optionen für die Zolltarifnummer für Rotwein

Alternative Zolltarifnummern und Bedingungen
BedingungZolltarifnummerDrittlandszollsatz
Stiller Rotwein als Rebsortenwein aus Drittland, ≤13 % vol, Flasche bis 2 lAnderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, kein Schaumwein, in Behältnissen bis 2 l2204.21.96.11.013,1 %
Stiller Rotwein als Rebsortenwein aus Drittland, >13 bis 15 % vol, Flasche bis 2 lAnderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, in Behältnissen bis 2 l2204.21.96.21.013,1 %
EU-Rotwein als Rebsortenwein ohne g.U./g.g.A., ≤13 % vol, Flasche bis 2 lIn der EU erzeugter anderer Rebsortenwein (nicht Weißwein), ≤13 % vol, in Behältnissen bis 2 l2204.21.82.10.013,1 %
Rotwein im Bag-in-Box oder Kanister (>2 bis 10 l), aus DrittlandAnderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, in Behältnissen von >2 bis 10 l2204.22.96.11.013,1 %
Roter Schaumwein, Perlwein oder Sekt aus roten TraubenSchaumwein (andere Rebsortenweine)2204.10.96.00.014,6 %
Getränke aus anderen Früchten als Weintrauben – NICHT Rotwein!Andere gegorene Getränke (Apfelwein, Birnenwein, Met)2206.00.31.00.017,6 %

Abgrenzung zu ähnlichen Produkten

Abgrenzung zu ähnlichen Produkten
VerwechslungErklärung
Rotwein (2204) ≠ Anderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, in Behältnissen bis 2 l (2204)Diese Alternative ist nur einschlägig, wenn die Ware tatsächlich die dort genannte Bedingung erfüllt: Stiller Rotwein als Rebsortenwein aus Drittland, >13 bis 15 % vol, Flasche bis 2 l. Für Rotwein bleibt die Zolltarifnummer 2204.21.96.11.0 maßgeblich, wenn die Hauptfunktion und Bauart der beschriebenen Ware entsprechen.
Rotwein (2204) ≠ In der EU erzeugter anderer Rebsortenwein (nicht Weißwein), ≤13 % vol, in Behältnissen bis 2 l (2204)Diese Alternative ist nur einschlägig, wenn die Ware tatsächlich die dort genannte Bedingung erfüllt: EU-Rotwein als Rebsortenwein ohne g.U./g.g.A., ≤13 % vol, Flasche bis 2 l. Für Rotwein bleibt die Zolltarifnummer 2204.21.96.11.0 maßgeblich, wenn die Hauptfunktion und Bauart der beschriebenen Ware entsprechen.
Rotwein (2204) ≠ Anderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, in Behältnissen von >2 bis 10 l (2204)Diese Alternative ist nur einschlägig, wenn die Ware tatsächlich die dort genannte Bedingung erfüllt: Rotwein im Bag-in-Box oder Kanister (>2 bis 10 l), aus Drittland. Für Rotwein bleibt die Zolltarifnummer 2204.21.96.11.0 maßgeblich, wenn die Hauptfunktion und Bauart der beschriebenen Ware entsprechen.
Zolltarifnummer finden

Unsicher, welche die richtige Zolltarifnummer für Rotwein ist?

Die richtige Nummer hängt von Ihrem konkreten Produkt ab: Material, Beschichtung, technische Merkmale und Verwendungszweck können die Einreihung ändern. Unser Tool analysiert Ihr Produkt und liefert die passende 11-stellige Zolltarifnummer mit Begründung.

04 · Referenzen

Zollentscheidungen zur Einreihung von Rotwein (vZTA)

Die aufgeführten verbindlichen Zolltarifauskünfte stammen aus der EBTI-Datenbank der Europäischen Kommission. Sie zeigen, wie vergleichbare Waren nach Beschaffenheit, Funktion und Verwendungszweck zolltariflich beurteilt wurden.

Maßgeblich bleiben die konkreten Warenmerkmale im Einzelfall. Abweichungen bei Material, Bauart, Funktion oder Verwendung können eine andere Einreihung erforderlich machen.

Verbindliche Zolltarifauskünfte als Vergleichsfälle
AktenzeichenWarenbeschreibungZolltarifnummer
DE22770/10-1Rotwein aus Serbien, Cabernet Sauvignon, 13,5% vol, 0,75l-Flasche2204.21.96.21.0
DE21840/14-1Rotwein Cimarosa, Chile, Syrah, 14% vol, 0,75l-Flasche2204.21.94.29.0
DEBTI21425/24-1Rotwein, Australien, Barossa Valley, Shiraz, 14% vol, 0,75l2204.21.94.29.0
DE13769/13-6Rotwein Australien, Margaret River, Cabernet Sauvignon, 14% vol2204.21.94.21.0
Quelle: EBTI-Datenbank der EU
05 · Zollsätze

Zollsätze & Handelsbestimmungen

Einfuhr aus Drittländern

Drittlandszollsatz

13,1 %

Einfuhrumsatzsteuer

19 %

Drittlandszollsatz nach Herkunftsland

Drittlandszollsätze nach Herkunftsland
HerkunftslandDrittlandszollsatzGrundlage
China13,1 %Drittlandszoll
USA13,1 %Drittlandszoll
Großbritannien0 %TCA Freihandel
Schweiz13,1 %EFTA Freihandel
Türkei0 %Drittlandszoll
Japan0 %EU-Japan EPA
Südkorea0 %EU-KR Freihandel
Indien13,1 %Drittlandszoll
Vietnam0 %EVFTA
Thailand13,1 %Drittlandszoll

Einfuhrmaßnahmen

Einfuhrmaßnahmen
MaßnahmeBeschreibung
Einfuhrkontrolle ökologischer ErzeugnisseBio-Weine dürfen nur importiert werden, wenn eine gültige Kontrollbescheinigung vorliegt, die den Bio-Standard bestätigt.
Beschränkung bei der Überführung in den zollrechtlichen freien VerkehrFür Wein gelten besondere Bedingungen bei der Einfuhr (z.B. Begleitdokumente VI-1 oder VI-2 für Drittlandsweine).
Nichtpräferentielles ZollkontingentBestimmte Weinmengen können zu einem reduzierten Zollsatz von 10 % importiert werden (unabhängig vom Herkunftsland).
ZusatzzölleFür diese Ware fallen zusätzliche Zollabgaben an, die über den normalen Zollsatz hinausgehen.

Zollrechner für Rotwein

Berechnen Sie die Einfuhrabgaben für Ihren Rotwein mit unserem Zollrechner. Geben Sie Warenwert, Ursprungsland und Alkoholgehalt ein.

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Ausfuhr aus der EU

Ausfuhrmaßnahmen

Keine besonderen Ausfuhrmaßnahmen aktiv
Quelle: EU TARIC
Häufige Fragen

FAQ zur Zolltarifnummer für Rotweine

Welche Zolltarifnummer hat Rotwein?

Die Zolltarifnummer für Rotwein lautet 2204.21.96.11.0. Sie gilt für stillen Rotwein aus frischen Weintrauben in Behältnissen bis 2 Litern, mit einem Alkoholgehalt von 13 % vol oder weniger, ohne geschützte Ursprungsbezeichnung oder geografische Angabe.

Welchen HS-Code hat Rotwein?

Der HS-Code (6-stellig) für Rotwein lautet 2204.21. Er umfasst Wein aus frischen Weintrauben in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 Litern oder weniger, ausgenommen Schaumwein und Weißwein.

Wie hoch ist der Drittlandszollsatz für Rotwein?

Der Drittlandszollsatz für Rotwein der Zolltarifnummer 2204.21.96.11.0 beträgt 13,1 %. Bei Vorliegen eines Freihandelsabkommens kann der Satz auf 0 % reduziert werden, z.B. für Wein aus der Türkei oder Japan.

Wie unterscheidet sich Rotwein zolltechnisch?

Die zolltarifliche Abgrenzung und Alternative zu Rotwein erfolgt hauptsächlich über den Alkoholgehalt (≤13 % vol, >13–15 % vol, >15–18 % vol) und das Vorliegen einer geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) oder geografischen Angabe (g.g.A.). Auch die Unterscheidung zu Schaumwein (2204.10) und Weißwein (2204.21.11) ist relevant.

Was passiert wenn ich die falsche Zolltarifnummer für Rotwein verwende?

Bei Verwendung einer falschen Zolltarifnummer drohen Nachzahlungen von Zöllen, Einfuhrabgaben und möglicherweise Bußgelder. Im schlimmsten Fall kann die Ware zurückgewiesen oder vernichtet werden. Eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) schafft Rechtssicherheit.

Gibt es Einfuhrbeschränkungen oder besondere Maßnahmen für Rotwein?

Ja, für Rotwein gelten besondere Einfuhrmaßnahmen: eine Einfuhrkontrolle für ökologische Erzeugnisse (Code 750), Beschränkungen bei der Überführung in den zollrechtlich freien Verkehr (Code 465) sowie ein nichtpräferenzielles Zollkontingent (Code 122) mit ermäßigtem Satz von 10 %. Zudem können Zusatzzölle (Code 695) anfallen.

Wie viele Stellen hat die Zolltarifnummer für Rotwein?

Die vollständige 11-stellige Zolltarifnummer für Rotwein lautet 2204.21.96.11.0. Sie setzt sich zusammen aus dem 6-stelligen HS-Code (2204.21), der 8-stelligen Kombinierten Nomenklatur (2204.21.96), dem 10-stelligen TARIC-Code (2204.21.96.11) und der 11. Stelle (0) für die nationale Statistik.

Ändern sich Zolltarifnummern für Rotwein?

Ja, Zolltarifnummern können sich jährlich durch Änderungen des Harmonisierten Systems oder der Kombinierten Nomenklatur ändern. Für Rotwein ist die Struktur der Position 2204 jedoch seit Jahren stabil. Dennoch sollten Importeure regelmäßig die aktuellen TARIC-Daten prüfen.
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