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Lebensmittel & GetränkeKapitel 22Stand April 2026

Zolltarifnummer für Rotwein

Die häufigste Zolltarifnummer für Rotwein ist 2204.21.96.11.0 (stiller Rotwein, Rebsortenwein, Drittland, ≤13 % vol, bis 2 l) – der Drittlandszollsatz beträgt 13,1 %. Die genaue Einreihung hängt von Alkoholgehalt, Behältnisgröße und Herkunftsland ab.

Stille Rotweine (2204.21), Schaumwein und Sekt (2204.10) und Rotwein in Großbehältnissen (2204.22) haben jeweils eigene Zolltarifnummern. Auch Wermutwein fällt unter eine andere Position (2205). Alle Möglichkeiten im Überblick →

z.B. Rotwein Cabernet Sauvignon 0,75 l Flasche, stiller Rotwein Rioja g.U. ...

Hierarchie der Zolltarifnummer

Rotwein wird nach dem Harmonisierten System in Abschnitt IV, Kapitel 22 eingereiht. Die Position 2204 umfasst alle Weine aus frischen Weintrauben sowie mit Alkohol angereicherte Weine und Traubenmost:

  • Abschnitt: IV - Kap. 16 bis 24: Waren der Lebensmittelindustrie; Getränke, alkoholische Flüssigkeiten und Essig; Tabak und verarbeitete Tabakersatzstoffe
  • Kapitel: 22 - GETRÄNKE, ALKOHOLHALTIGE FLÜSSIGKEITEN UND ESSIG
  • Position: 2204 - Wein aus frischen Weintrauben, einschließlich mit Alkohol angereicherter Wein; Traubenmost, ausgenommen solcher der Position 2009
  • Unterposition: 2204 21 - anderer Wein; Traubenmost, dessen Gärung durch Zusatz von Alkohol verhindert oder unterbrochen worden ist
  • Flagge Europäische Union
    Kombinierte Nomenklatur: 2204 2111 - andere
  • Flagge Europäische Union
    Kombinierte Nomenklatur: 2204 2195 - andere Rebsortenweine
  • Flagge Europäische Union
    Kombinierte Nomenklatur: 2204 2196 - andere
  • Flagge Europäische Union
    TARIC: 2204 2196 11 - Wein aus frischen Weintrauben
  • Flagge Deutschland
    Zolltarifnummer: 2204 2196 11 0 - mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von 13 % vol oder weniger

Wichtig: Zolltarifnummern ändern sich regelmäßig

Die Zolltarifnummer für Rotwein kann sich sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene ändern — Zollsätze und Maßnahmen werden regelmäßig angepasst. Um sicherzustellen dass Sie die aktuelle Nummer verwenden, nutzen Sie immer unser Klassifizierungstool für eine geprüfte Einreihung mit Begründung.

Vom HS-Code zur Zolltarifnummer für Rotwein

Der HS-Code für Rotwein ist 2204.21 — er ist 6-stellig und gilt weltweit. Die 8-stellige Kombinierte Nomenklatur lautet 2204.21.96 und gilt EU-weit für die Ausfuhr. In der EU wird der 10-stellige TARIC-Code verwendet: 2204.21.96.11 . Für den Import nach Deutschland benötigen Sie die vollständige 11-stellige Zolltarifnummer: 2204.21.96.11.0 .

Einreihung von Rotwein nach Allgemeinen Vorschriften (AV)

Rotwein kann je nach Alkoholgehalt, Behältnisgröße und Herkunft unter verschiedene Zolltarifnummern fallen. Die richtige Zolltarifnummer hängt davon ab, ob es sich um einen stillen Wein oder Schaumwein handelt und ob er in der EU oder einem Drittland erzeugt wurde.

Weitere Optionen für die Zolltarifnummer für Rotwein

Stiller Rotwein als Rebsortenwein aus Drittland, ≤13 % vol, Flasche bis 2 l

2204.21.96.11.0 13,1 %

Anderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, kein Schaumwein, in Behältnissen bis 2 l

Stiller Rotwein als Rebsortenwein aus Drittland, >13 bis 15 % vol, Flasche bis 2 l

2204.21.96.21.0 13,1 %

Anderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, in Behältnissen bis 2 l

EU-Rotwein als Rebsortenwein ohne g.U./g.g.A., ≤13 % vol, Flasche bis 2 l

2204.21.82.10.0 13,1 %

In der EU erzeugter anderer Rebsortenwein (nicht Weißwein), ≤13 % vol, in Behältnissen bis 2 l

Rotwein im Bag-in-Box oder Kanister (>2 bis 10 l), aus Drittland

2204.22.96.11.0 13,1 %

Anderer Rebsortenwein, nicht in der EU erzeugt, in Behältnissen von >2 bis 10 l

Abgrenzung zu ähnlichen Produkten

Rotwein (2204.21) ≠ Schaumwein (2204.10)

Schaumweine, Sekt und Crémant haben einen Überdruck von mindestens 3 bar und fallen unter Position 2204.10, nicht unter 2204.21.

Rotwein (2204) ≠ Wermutwein (2205)

Wermutwein und aromatisierte Weine (z.B. mit Kräutern) werden separat unter Position 2205 eingereiht, nicht unter 2204.

Einreihung in ein anderes Kapitel

Nicht alle alkoholischen Getränke aus roten Früchten sind Rotwein. Schaumweine und Getränke aus anderen Früchten als Weintrauben fallen unter abweichende Positionen:

Roter Schaumwein, Perlwein oder Sekt aus roten Trauben

2204.10.96.00.0 14,6 %

Schaumwein (andere Rebsortenweine)

Getränke aus anderen Früchten als Weintrauben – NICHT Rotwein!

2206.00.31.00.0 17,6 %

Andere gegorene Getränke (Apfelwein, Birnenwein, Met)

Quelle: EU TARIC

Unsicher, welche die richtige Zolltarifnummer für Rotwein ist?

Die richtige Nummer hängt von Ihrem konkreten Produkt ab – Alkoholgehalt, Behältnisgröße, Herkunftsland und ob es sich um einen stillen Wein oder Schaumwein handelt. Unser Tool analysiert Ihr spezifisches Produkt und liefert die exakte 11-stellige Zolltarifnummer mit Begründung.

Zollentscheidungen zur Einreihung von Rotwein (vZTA)

So hat der Zoll bei realen Rotweinen entschieden. Jede vZTA ist ein amtlicher Beschluss der EU-Zollverwaltung. Mehr Informationen zur vZTA →

DE22770/10-22204.21.96.21

Rotwein. Antragsangaben (als zutreffend unterstellt): Stiller Rotwein aus Serbien; Rebsorte: Cabernet Sauvignon; Alkoholgehalt: 13,5 %vol; Gesamttrockenmasse: 29 g/l; Handelseinheit: 0,75 l-Flasche. Wein aus frischen Weintrauben, kein Schaumwein, in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger, anderer, nicht in der Gemeinschaft erzeugt, anderer Rebsortenwein, anderer als Weißwein, mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 13 %vol bis 15 %vol.

AV 1, Pos. 2204.21

DE14188/11-12204.21.96.21

Rotwein. Antragsangaben (als zutreffend unterstellt): Rotwein aus Südafrika; Rebsorten: Cabernet Sauvignon, Merlot; Alkoholgehalt: 14,0 %vol; Restsüße: 5,5 g/l; Handelseinheit: 0,75 l-Flasche. Gesamttrockenmasse (lt. Angaben): weniger als 130 g/l. Wein aus frischen Weintrauben, kein Schaumwein, in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger, anderer, nicht in der Gemeinschaft erzeugt, anderer Rebsortenwein, anderer als Weißwein, mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 13 %vol bis 15 %vol.

AV 1, Pos. 2204.21

DEBTI21425/24-12204.21.94.29

Antragsangaben (als zutreffend unterstellt): Rotwein; Herkunft: Barossa Valley (Australien); Rebsorte: Shiraz; Alkoholgehalt: 14,0 %vol; Handelseinheit: 0,75 l-Flasche. Gesamttrockenmasse (lt. Beschreibung: trocken): 130 g/l oder weniger. Wein aus frischen Weintrauben, kein Schaumwein, in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger, anderer, nicht in der Europäischen Union erzeugt, Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung oder geschützter geographischer Angabe, anderer als Weißwein, mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 13 % vol bis 15 % vol, anderer.

AV 1, Pos. 2204.21

DEBTI21431/24-12204.21.94.19

Antragsangaben (als zutreffend unterstellt): Rotwein; Herkunft: Valle Central (Chile); Rebsorte: Pinot Noir; Alkoholgehalt: 13,0 %vol; Handelseinheit: 0,75 l-Flasche. Gesamttrockenmasse (lt. Beschreibung: trocken): 90 g/l oder weniger. Wein aus frischen Weintrauben, kein Schaumwein, in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger, anderer, nicht in der Europäischen Union erzeugt, Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung oder geschützter geographischer Angabe, anderer als Weißwein, mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von 13 % vol oder weniger, anderer.

AV 1, Pos. 2204.21

DE13769/13-62204.21.94.21

Rotwein. Antragsangaben (als zutreffend unterstellt): Rotwein aus Australien, trocken; geschützte geographische Angabe: Margaret River; Rebsorte: Cabernet Sauvignon; Alkoholgehalt: 14 %vol; Handelseinheit: 0,75 l-Flasche. Gesamttrockenmasse (lt. Angaben): 130 g/l oder weniger. Wein aus frischen Weintrauben, kein Schaumwein, in Behältnissen mit einem Inhalt von 2 l oder weniger, anderer, nicht in der Europäischen Union erzeugt, Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung oder geschützter geographischer Angabe, anderer als Weißwein, Wein aus frischen Weintrauben, mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 13 %vol bis 15 %vol.

AV 1, Pos. 2204.21

Quelle: EBTI-Datenbank der EU

Zollsätze & Handelsbestimmungen

Einfuhr (Import)

Drittlandszollsatz

13,1 %

Einfuhrumsatzsteuer

19,0 %

Drittlandszollsatz nach Herkunftsland

Flagge ChinaChina13,1 %

Drittlandszoll

Flagge USAUSA13,1 %

Drittlandszoll

Flagge GroßbritannienGroßbritannien0 %

TCA Freihandel

Flagge SchweizSchweiz13,1 %

Drittlandszoll

Flagge TürkeiTürkei0 %

Zollpräferenz

Flagge JapanJapan0 %

EU-Japan EPA

Flagge SüdkoreaSüdkorea0 %

EU-KR Freihandel

Flagge IndienIndien13,1 %

Drittlandszoll

Flagge VietnamVietnam0 %

EVFTA

Flagge ThailandThailand13,1 %

Drittlandszoll

Aktive Einfuhrmaßnahmen

Einfuhrkontrolle ökologischer Erzeugnisse

Bio-Weine dürfen nur importiert werden, wenn eine gültige Kontrollbescheinigung vorliegt, die den Bio-Standard bestätigt.

Beschränkung bei der Überführung in den zollrechtlichen freien Verkehr

Für Wein gelten besondere Bedingungen bei der Einfuhr (z.B. Begleitdokumente VI-1 oder VI-2 für Drittlandsweine).

Nichtpräferentielles Zollkontingent

Bestimmte Weinmengen können zu einem reduzierten Zollsatz von 10 % importiert werden (unabhängig vom Herkunftsland).

Einfuhrabgaben berechnen

Geben Sie Ihren Warenwert ein – der Rechner ermittelt Zölle und Einfuhrumsatzsteuer automatisch.

Zolldaten werden geladen…

Ausfuhr (Export)

Aktive Ausfuhrmaßnahmen

Keine besonderen Ausfuhrmaßnahmen aktiv
Quelle: EU TARIC
Häufige Fragen

FAQ zur Zolltarifnummer für Rotwein

Welche Zolltarifnummer hat Rotwein?

Die häufigste Zolltarifnummer für Rotwein ist 2204.21.96.11.0 (stiller Rotwein als Rebsortenwein aus Drittland, ≤13 % vol, Flasche bis 2 l). Je nach Alkoholgehalt, Herkunft und Behältnisgröße kommen auch 2204.21.96.21.0 (>13–15 % vol), 2204.21.82.10.0 (EU-Rotwein) oder 2204.22.96.11.0 (Bag-in-Box) in Frage. Schaumweine fallen unter 2204.10.

Welchen HS-Code hat Rotwein?

Der HS-Code für Rotwein ist 2204.21 (6-stellig, weltweit gültig). Die Kombinierte Nomenklatur (8-stellig, EU-Ausfuhr) lautet 2204.21.96. Der TARIC-Code (10-stellig, EU) lautet 2204.21.96.11. Für den Import nach Deutschland wird die vollständige 11-stellige Zolltarifnummer 2204.21.96.11.0 benötigt.

Wie hoch ist der Drittlandszollsatz für Rotwein?

Der Drittlandszollsatz für Rotwein beträgt 13,1 %. Aus Ländern mit Freihandelsabkommen (Großbritannien, Japan, Südkorea, Vietnam und Türkei) ist Rotwein zollfrei oder stark reduziert. Die Einfuhrumsatzsteuer beträgt 19 %. Zusätzlich gelten ggf. Verbrauchsteuern (Alkoholsteuer) nach nationalem Recht.

Wie unterscheidet sich Rotwein von Schaumwein zolltechnisch?

Stille Rotweine (kein Überdruck durch CO₂) fallen unter Position 2204.21 (Flasche bis 2 l). Schaumweine, Sekt und Perlweine mit Überdruck von mindestens 3 bar fallen unter 2204.10 und haben einen anderen Zollsatz (14,6 %). Auch Wermutwein wird separat unter 2205 eingereiht.

Was passiert wenn ich die falsche Zolltarifnummer für Rotwein verwende?

Bei einer Zollprüfung drohen Nacherhebung der Differenz, Verzugsstrafen und im schlimmsten Fall ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Bei Wein ist eine korrekte Einreihung besonders wichtig, da Alkoholgehalt und Behältnisgröße die Zolltarifnummer direkt bestimmen. Eine Einreihung mit Begründung schützt Sie im Prüfungsfall.

Gibt es Antidumping-Zölle oder Einfuhrbeschränkungen für Rotwein?

Für Rotwein gelten aktuell keine Antidumping-Zölle. Es bestehen jedoch besondere Einfuhrbedingungen: Drittlandsweine benötigen ein Begleitdokument (VI-1 oder VI-2), das von der Behörde des Ausfuhrlandes ausgestellt wird. Bio-Weine müssen mit einer Kontrollbescheinigung importiert werden.

Wie viele Stellen hat die Zolltarifnummer für Rotwein?

Eine vollständige Zolltarifnummer hat immer 11 Stellen. Viele Quellen zeigen nur den 6-stelligen HS-Code (2204.21) oder den 8-stelligen KN-Code — das reicht für die Zollanmeldung in Deutschland nicht aus. Für den Import nach Deutschland benötigen Sie alle 11 Stellen, z.B. 2204.21.96.11.0 für stillen Rotwein.

Ändern sich Zolltarifnummern für Rotwein?

Ja, Zolltarifnummern werden regelmäßig aktualisiert — sowohl auf EU-Ebene (Kombinierte Nomenklatur, TARIC) als auch auf nationaler Ebene. Änderungen treten typischerweise zum Jahreswechsel in Kraft, können aber auch unterjährig erfolgen. Prüfen Sie die Nummer daher vor jeder Zollanmeldung auf Aktualität.

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