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Lebensmittel & GetränkeKapitel 11Aktualisiert am 15.06.2026

Zolltarifnummer für Maisstärke: 1108.12.00.00.0

Hier finden Sie die Zolltarifnummer für Maisstärke (1108.12.00.00.0) mit Zollsatz, Einfuhrumsatzsteuer, vZTA-Referenzen und wichtigen Abgrenzungen für Import und Export. Die Seite fasst zusammen, wann Maisstärke unter diese Nummer fällt, welche Varianten anders einzureihen sind und welche Angaben Sie für eine belastbare Zollanmeldung prüfen sollten.

Maisstärke Produktbild

Bei der Einreihung von Maisstärke ist entscheidend, dass es sich um ein natives, nicht modifiziertes Stärkepulver mit einem Reinheitsgrad von ≥ 97 % Stärke in der Trockenmasse handelt. Abweichende Waren wie Maismehl, Kleber oder chemisch veränderte Stärken fallen unter andere Codenummern – Alle Möglichkeiten im Überblick →

Maisstärke beschreiben: Material, Funktion, Verwendung

Hierarchie der Zolltarifnummer

Die Zolltarifnummer setzt sich aus mehreren Ebenen des Harmonisierten Systems (HS) und der EU-Kombinierten Nomenklatur zusammen.

  • Abschnitt: II - Kap. 06 bis 14: Waren pflanzlichen Ursprungs
  • Kapitel: 11 - MÜLLEREIERZEUGNISSE; MALZ; STÄRKE; INULIN; KLEBER VON WEIZEN
  • Position: 1108 - Stärke; Inulin
  • Unterposition: 1108 11 - Stärke
  • Flagge Deutschland
    Zolltarifnummer: 1108 1200 00 0 - von Mais

Hinweis zur Einreihung

Die Einreihung von Maisstärke erfordert eine genaue Prüfung der Warenbeschaffenheit. Insbesondere der Reinheitsgrad und das Fehlen einer chemischen Modifizierung sind entscheidend. Lassen Sie Ihre Ware mit unserem Klassifizierungstool prüfen.

Vom HS-Code zur Zolltarifnummer für Maisstärke

Der HS-Code für Maisstärke lautet 1108.12 und gilt weltweit als 6-stellige Grundlage. Die Kombinierte Nomenklatur erweitert den Code für die EU auf 1108.12.00. Der TARIC-Code wird für EU-Maßnahmen und Zollsätze verwendet: 1108.12.00.00. Für den Import nach Deutschland benötigen Sie die vollständige 11-stellige Zolltarifnummer: 1108.12.00.00.0.

Einreihung von Maisstärke nach Allgemeinen Vorschriften (AV)

Die Allgemeine Vorschrift (AV) 1 bestimmt, dass die Einreihung nach dem Wortlaut der Positionen und der dazugehörigen Abschnitts- oder Kapitelanmerkungen erfolgt. Maisstärke als nicht modifizierte Stärke fällt unter Position 1108 (Stärke; Inulin). Die Unterposition 1108.12 erfasst ausdrücklich Maisstärke. AV 6 überträgt diesen Grundsatz auf die Ebene der Unterpositionen. Daher ist die exakte 11-stellige Zolltarifnummer 1108.12.00.00.0 anzuwenden.

Weitere Optionen für die Zolltarifnummer für Maisstärke

Alternative Einreihung

1102.20.90.00.0 166,0 %

Maismehl (anderes) – abgrenzbar durch Stärkegehalt > 45 GHT, Aschegehalt ≤ 2 GHT und Siebdurchgang ≥ 90 GHT bei 500 µm. Bei Maisstärke liegt der Stärkegehalt deutlich über 90 % (native Stärke).

Alternative Einreihung

2303.10.11.10.0 166,0 %

Rückstände aus der Maisstärkegewinnung (Maiskleber) – Abfallprodukt der Stärkegewinnung, kein direktes Lebensmittel

Alternative Einreihung

2303.10.19.00.0 166,0 %

Andere Rückstände aus der Maisstärkegewinnung – ebenfalls Nebenprodukt

Abgrenzung zu ähnlichen Produkten

Maisstärke (1108) ≠ Maismehl (anderes) – abgrenzbar durch Stärkegehalt > 45 GHT, Aschegehalt ≤ 2 GHT und Siebdurchgang ≥ 90 GHT bei 500 µm. Bei Maisstärke liegt der Stärkegehalt deutlich über 90 % (native Stärke). (1102)

Diese Alternative ist nur einschlägig, wenn die Ware tatsächlich die dort genannte Bedingung erfüllt: Alternative Einreihung. Für Maisstärke bleibt die Zolltarifnummer 1108.12.00.00.0 maßgeblich, wenn die Hauptfunktion und Bauart der beschriebenen Ware entsprechen.

Maisstärke (1108) ≠ Rückstände aus der Maisstärkegewinnung (Maiskleber) – Abfallprodukt der Stärkegewinnung, kein direktes Lebensmittel (2303)

Diese Alternative ist nur einschlägig, wenn die Ware tatsächlich die dort genannte Bedingung erfüllt: Alternative Einreihung. Für Maisstärke bleibt die Zolltarifnummer 1108.12.00.00.0 maßgeblich, wenn die Hauptfunktion und Bauart der beschriebenen Ware entsprechen.

Maisstärke (1108) ≠ Andere Rückstände aus der Maisstärkegewinnung – ebenfalls Nebenprodukt (2303)

Diese Alternative ist nur einschlägig, wenn die Ware tatsächlich die dort genannte Bedingung erfüllt: Alternative Einreihung. Für Maisstärke bleibt die Zolltarifnummer 1108.12.00.00.0 maßgeblich, wenn die Hauptfunktion und Bauart der beschriebenen Ware entsprechen.

Einreihung in ein anderes Kapitel

Folgende Codes in anderen Kapiteln oder Positionen kommen in Betracht, falls die Ware nicht die Eigenschaften von nativer Maisstärke erfüllt:

Alternative Einreihung

1102.20.90.00.0 166,0 %

Maismehl (anderes) – abgrenzbar durch Stärkegehalt > 45 GHT, Aschegehalt ≤ 2 GHT und Siebdurchgang ≥ 90 GHT bei 500 µm. Bei Maisstärke liegt der Stärkegehalt deutlich über 90 % (native Stärke).

Alternative Einreihung

2303.10.11.10.0 166,0 %

Rückstände aus der Maisstärkegewinnung (Maiskleber) – Abfallprodukt der Stärkegewinnung, kein direktes Lebensmittel

Alternative Einreihung

2303.10.19.00.0 166,0 %

Andere Rückstände aus der Maisstärkegewinnung – ebenfalls Nebenprodukt

Unsicher, welche die richtige Zolltarifnummer für Maisstärke ist?

Die richtige Nummer hängt von Ihrem konkreten Produkt ab: Material, Beschichtung, technische Merkmale und Verwendungszweck können die Einreihung ändern. Unser Tool analysiert Ihr Produkt und liefert die passende 11-stellige Zolltarifnummer mit Begründung.

Zollentscheidungen zur Einreihung von Maisstärke (vZTA)

Die aufgeführten verbindlichen Zolltarifauskünfte stammen aus der EBTI-Datenbank der Europäischen Kommission. Sie zeigen, wie vergleichbare Waren nach Beschaffenheit, Funktion und Verwendungszweck zolltariflich beurteilt wurden.

Maßgeblich bleiben die konkreten Warenmerkmale im Einzelfall. Abweichungen bei Material, Bauart, Funktion oder Verwendung können eine andere Einreihung erforderlich machen.

DEBTI40464/21-11108.12.00.00.0
Feine Speisestärke aus Mais zum Binden von flüssigen Speisen und für den Einsatz beim Backen
DEB/1040/08-11108.12.00.00.0
Spezialmaisstärke, native Maisstärke mit Mindestgehalt an Trockenmasse von 87 % und Reinheitsgrad i.Tr. von mindestens 97 %
DE1350/15-11108.12.00.00.0
Maisstärke (Misir Nisastasi) zur Herstellung von Lebensmitteln
DEB/933/06-11108.12.00.00.0
Native Maisstärke, unmodifiziert, in 25/50 kg Säcken oder lose
DE4245/15-11108.12.00.00.0
Natürliches Polysaccharid (Maisstärke) zur Verwendung als Stabilisator
Quelle: EBTI-Datenbank der EU

Zollsätze & Handelsbestimmungen

Import aus Nicht-EU-Ländern

Drittlandszollsatz

166 EUR/100kg

Einfuhrumsatzsteuer

7 %

Drittlandszollsatz nach Herkunftsland

China166,0 %

Drittlandszoll

USA166,0 %

Drittlandszoll

Großbritannien0 %

TCA Freihandel

Schweiz166,0 %

EFTA Freihandel

Türkei166,0 %

Zollunion

Japan0 %

EU-Japan EPA

Südkorea0 %

EU-KR Freihandel

Indien166,0 %

Drittlandszoll

Vietnam20,8 %

EVFTA

Thailand166,0 %

Drittlandszoll

Besondere Maßnahmen bei der Einfuhr

Einfuhrkontrolle ökologischer/biologischer Erzeugnisse

Bio-Produkte dürfen nur importiert werden, wenn eine gültige Kontrollbescheinigung vorliegt, die den Bio-Standard bestätigt.

Zusatzzölle

Für diese Ware fallen zusätzliche Zollabgaben an, die über den normalen Zollsatz hinausgehen.

Einfuhrabgaben berechnen

[{"type":"text","text":"Mit unserem Zollrechner können Sie die Einfuhrabgaben für Maisstärke aus verschiedenen Ursprungsländern ermitteln. Er basiert auf den aktuellen TARIC-Daten der EU-Kommission."}]

Zolldaten werden geladen…

Export aus der EU

Besondere Maßnahmen bei der Ausfuhr

Keine besonderen Ausfuhrmaßnahmen aktiv
Quelle: EU TARIC
Häufige Fragen

FAQ zur Zolltarifnummer für Maisstärke

Welche Zolltarifnummer hat Maisstärke?

Maisstärke wird unter der Zolltarifnummer 1108.12.00.00.0 eingereiht. Diese 11-stellige Nummer gilt für native, nicht modifizierte Maisstärke, wie sie in der Lebensmittelindustrie zum Binden, Andicken oder Stabilisieren verwendet wird.

Welchen HS-Code hat Maisstärke?

Der HS-Code für Maisstärke lautet 110812. Die ersten vier Ziffern (1108) bezeichnen allgemein Stärke und Inulin, während die folgenden zwei Ziffern (12) die Herkunft der Stärke auf Mais festlegen. Dies ist die internationale Basis für die weitere zolltarifliche Behandlung.

Wie hoch ist der Drittlandszollsatz für Maisstärke?

Der Drittlandszollsatz für Maisstärke der Position 1108 beträgt 166 EUR pro 100 kg (spezifischer Zollsatz). Zusätzlich fällt die Einfuhrumsatzsteuer von 7 % (ermäßigter Satz) an. Bei Ursprung in Ländern mit Freihandelsabkommen kann der Zollsatz auf 0 % reduziert werden.

Wie unterscheidet sich Maisstärke zolltechnisch?

Die zolltarifliche Abgrenzung erfolgt insbesondere zu Maismehl (1102.20), das einen geringeren Stärkegehalt und mehr Fett aufweist. Eine Alternative ist modifizierte Stärke (3505.10), die chemisch verändert ist. Reine, native Maisstärke bleibt in Position 1108.

Was passiert wenn ich die falsche Zolltarifnummer für Maisstärke verwende?

Eine falsche Zolltarifnummer kann zu Nachzahlungen von Zöllen, Verzögerungen bei der Zollabfertigung oder gar Bußgeldern führen. Besonders risikoreich ist die Verwechslung mit Maismehl (Position 1102) oder modifizierter Stärke (Kapitel 35). Eine verbindliche Zolltarifauskunft schafft hier Sicherheit.

Gibt es Einfuhrbeschränkungen oder besondere Maßnahmen für Maisstärke?

Ja, es bestehen besondere Maßnahmen: Die Einfuhrkontrolle für ökologische/biologische Erzeugnisse (Maßnahme 750) verlangt eine gültige Kontrollbescheinigung. Zudem sind Zusatzzölle (Maßnahme 695) möglich. Eine genaue Prüfung im TARIC wird daher empfohlen.

Wie viele Stellen hat die Zolltarifnummer für Maisstärke?

Die Zolltarifnummer für Maisstärke ist eine 11-stellige Zolltarifnummer. Sie setzt sich aus dem 6-stelligen HS-Code (110812), der 8-stelligen Kombinierten Nomenklatur (11081200), dem 10-stelligen TARIC-Code (1108120000) und einer weiteren nationalen 11. Stelle zusammen.

Ändern sich Zolltarifnummern für Maisstärke?

Zolltarifnummern können sich jährlich mit der Aktualisierung der Kombinierten Nomenklatur (KN) ändern. Die Position 1108 ist jedoch seit Jahren stabil. Die 11. Stelle kann durch neue TARIC-Maßnahmen angepasst werden. Eine regelmäßige Prüfung der aktuellen Fassung wird daher empfohlen.

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