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Zollrechner: Zollgebühren und Einfuhrabgaben berechnen

Berechnen Sie in wenigen Sekunden Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und weitere Abgaben für Ihren Import nach Deutschland. Oder wählen Sie „Ausfuhr“ und sehen Sie, welche Zölle, Steuern und Gebühren Ihr Kunde im Zielland zahlt – zum Beispiel in den USA, der Schweiz oder Großbritannien.

Aktualisiert am : Neu: Zoll im Zielland für die Ausfuhr berechnen · 3-€-Pauschalzoll für Fernverkäufe bis 150 €

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Handelsrichtung

Nummer unbekannt?

Produkt beschreiben – die KI ermittelt die 11-stellige Zolltarifnummer mit Begründung und vZTA-Referenzen. 3 Suchen kostenlos, ohne Konto.

Ergebnis

Einfuhr nach Deutschland
Warenwert—
Zollwert(Warenwert + Kosten)—
Zölle—
Bemessungsgrundlage EUSt.(Zölle + Zollwert)—
Bemessungsgrundlage × EUSt (19 %)—
EUSt. insgesamt—
Zollabgaben(Zölle + EUSt.)—
Einfuhrabgaben im Überblick

Welche Abgaben fallen bei der Einfuhr an?

Wer Waren aus Drittländern (also von außerhalb der EU) nach Deutschland importiert, muss mehrere Arten von Abgaben kennen. Je nach Ware, Warenwert und Herkunftsland können unterschiedliche Sätze gelten – das Beispiel zeigt den Weg vom Warenwert über Zollwert und Zoll zur Einfuhrumsatzsteuer.

Rechenweg der Einfuhrabgaben am Beispiel einer Doppelmembranpumpe aus China: Warenwert 10.000,00 € Rechnungspreis, Zollwert 10.500,00 € mit 500,00 € Fracht und Versicherung bis zur EU-Grenze, Zoll 178,50 € bei 1,7 % Drittlandszollsatz für die Zolltarifnummer 8413 50 80 90 0, Einfuhrumsatzsteuer 2.028,92 € mit 19 % auf Zollwert und Zoll.
AbgabenartBerechnungTypischer SatzWann fällig?
Zoll (Drittlandszollsatz)
Zollsatz x Zollwert0 % bis 17 % (je nach Ware)Regulär bei Warenwert über 150 EUR
Pauschalzoll für Kleinsendungen
3 EUR je Warenkategorie bzw. Tarifunterposition3 EURFernverkäufe bis 150 EUR seit 1. Juli 2026
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)
19 % oder 7 % auf Bemessungsgrundlage (Zollwert + Zölle + ggf. Verbrauchsteuern + innergem. Beförderungskosten)19 % (Regelsatz) / 7 % (ermäßigt)Immer bei Einfuhr aus Drittländern
Verbrauchsteuern
Je nach WareVariabelNur bei bestimmten Waren (Tabak, Alkohol, Kaffee, Energie)
Antidumpingzölle
Je nach Produkt und HerkunftslandVariabel (z.B. bis 70 % bei E-Bikes aus China)Nur bei EU-Antidumping-Maßnahmen

Quellen: zoll.de – Internetbestellungen · zoll.de – Einfuhrumsatzsteuer

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zoll berechnen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Die Berechnung der Einfuhrabgaben folgt einer festen Reihenfolge. Alle Angaben beziehen sich auf die Einfuhr von Drittlandswaren in die EU (genauer: nach Deutschland).

  1. Schritt 1: Zolltarifnummer ermitteln

    Jede Ware hat eine 11-stellige Zolltarifnummer, die den Zollsatz bestimmt. Ohne die korrekte Zolltarifnummer ist keine Berechnung möglich. Sie finden die passende Nummer im Elektronischen Zolltarif (EZT-Online) oder mit unserer begründeten Einreihung auf zolltarifnummer.com.

  2. Schritt 2: Zollsatz nachschlagen

    Der Zollsatz ergibt sich aus der Zolltarifnummer und dem Herkunftsland. Im EZT finden Sie den anwendbaren Drittlandszollsatz. Bei Präferenzabkommen (z.B. EU-Japan EPA, EU-Kanada CETA) kann der Satz auf 0 % sinken.

  3. Schritt 3: Zollwert bestimmen

    Der Zollwert ist die Berechnungsgrundlage für den Zoll. Er besteht aus: Warenwert (Kaufpreis laut Rechnung) + Transportkosten bis zur EU-Außengrenze (Ort des Verbringens) + Versicherungskosten. Transportkosten innerhalb der EU zählen nicht zum Zollwert.

  4. Schritt 4: Zoll berechnen

    Multiplizieren Sie den Zollwert mit dem Zollsatz. Formel: Zollbetrag = Zollwert x Zollsatz. Bei bestimmten Waren können zusätzlich Antidumpingzölle anfallen. Für Fernverkäufe bis 150 EUR gilt seit dem 1. Juli 2026 abweichend der vorläufige Pauschalzoll von 3 EUR je Warenkategorie.

  5. Schritt 5: Einfuhrumsatzsteuer berechnen

    Die Bemessungsgrundlage für die EUSt ist: Zollwert + Zollbetrag + ggf. Verbrauchsteuern + innergemeinschaftliche Beförderungskosten (Transport von der EU-Grenze bis zum Bestimmungsort in Deutschland). Formel: EUSt = Bemessungsgrundlage x 19 % (bzw. 7 % bei ermäßigtem Satz).

  6. Schritt 6: Gesamte Einfuhrabgaben

    Addieren Sie alle Abgaben: Zollbetrag + ggf. Antidumpingzölle + ggf. Verbrauchsteuern + Einfuhrumsatzsteuer = Gesamte Einfuhrabgaben. Unternehmen können die EUSt als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen.

Quellen: zoll.de – Bemessungsgrundlage EUSt · zoll.de – Ort des Verbringens · § 11 UStG – Bemessungsgrundlage für die Einfuhr

Rechenbeispiele

Rechenbeispiele Zollabgabenberechnung

Anhand von zwei übersichtlichen Beispielen zeigen wir, wie Sie die gesamten Einfuhrabgaben Schritt für Schritt berechnen.

Laptop – Rechenbeispiel Zollberechnung

Beispiel 1: Import von 50 Laptops aus den USA

Ein Unternehmen importiert 50 Laptops (Stückpreis 800 EUR) per Luftfracht nach Deutschland.

Flagge USAUSAFlagge DeutschlandDeutschland
Zolltarifnummer8471 3000 00— Tragbare Datenverarbeitungsmaschinen (Laptops)
Warenwert (50 x 800 EUR)40.000,00 €
Frachtkosten (Luftfracht)1.200,00 €
Versicherung80,00 €
Zollwert41.280,00 €
Drittlandszollsatz: 0,00 %0,00 €
Zölle0,00 €
Bemessungsgrundlage für EUSt.41.280,00 €
Bemessungsgrundlage x EUSt (19,0 %)7.843,20 €
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt.) insgesamt7.843,20 €
Zollabgaben(Zölle + EUSt.)7.843,20 €

Tipp: Laptops fallen unter das Informationstechnologie-Abkommen (ITA) der WTO. Für IT-Produkte wie Computer, Monitore und bestimmte Halbleiter beträgt der Zollsatz 0 %. Trotzdem fällt die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % an.

Baumwoll-T-Shirt – Rechenbeispiel Zollberechnung

Beispiel 2: Import von T-Shirts aus China

Ein Unternehmen importiert 1.000 T-Shirts aus Baumwolle (Stückpreis 3 EUR) per Seefracht nach Deutschland.

Flagge ChinaChinaFlagge DeutschlandDeutschland
Zolltarifnummer6109 1000 00— T-Shirts aus Baumwolle, gewirkt/gestrickt
Warenwert (1.000 x 3 EUR)3.000,00 €
Frachtkosten (Seefracht)450,00 €
Versicherung30,00 €
Zollwert3.480,00 €
Drittlandszollsatz: 12,00 %417,60 €
Zölle417,60 €
Bemessungsgrundlage für EUSt.3.897,60 €
Bemessungsgrundlage x EUSt (19,0 %)740,54 €
Einfuhrumsatzsteuer (EUSt.) insgesamt740,54 €
Zollabgaben(Zölle + EUSt.)1.158,14 €

Hinweis: Für Textilien aus China gelten die vollen Drittlandszollsätze (8–12 % je nach Material). Da kein Freihandelsabkommen zwischen der EU und China besteht, gibt es keinen Präferenzzollsatz.

Zollsätze nach Herkunftsland

Zollgebühren nach Herkunftsland

Der Zollsatz hängt nicht nur von der Ware ab, sondern auch vom Herkunftsland. Freihandelsabkommen und Präferenzregelungen können den Satz reduzieren oder ganz auf Null setzen.

USADeutschland

Zoll aus den USA nach Deutschland

Abkommen

Kein Freihandelsabkommen mit EU

Zollsätze

Volle Drittlandszollsätze (TARIC)

Besonderheit

Seit 2025: Handelskonflikt, zusätzliche US-Zölle auf EU-Waren (Retorsion möglich)

Typische Sätze
  • Lebensmittel/Agrarprodukte: 5-25 %
  • Textilien/Bekleidung: 8-12 %
  • Maschinen: 1,5-4 %
  • Chemie: 3-6,5 %
  • Elektronik (ITA): 0 %
  • Fahrzeuge: 10 % (Pkw), 22 % (leichte Nutzfahrzeuge)
ChinaDeutschland

Zoll aus China nach Deutschland

Abkommen

Kein Freihandelsabkommen

Zollsätze

Reguläre Drittlandszollsätze + Antidumpingzölle

Besonderheit

Häufig Antidumpingzölle auf strategische Produkte – Details im Leitfaden Zoll China

Sonderzölle (Auswahl)
  • Stahl: bis zu 62,3 % Antidumping (Weißblech)
  • E-Bikes: bis zu 62,1 % Antidumping + bis zu 17,2 % Ausgleichszoll
  • E-Autos (BEV): 7,8-35,3 % Ausgleichszoll (+ 10 % MFN-Zoll)
  • Keramik: bis zu 36,1 % Antidumping (Tafelgeschirr)
GroßbritannienDeutschland

Zoll aus Großbritannien nach Deutschland

Abkommen

EU-UK Trade and Cooperation Agreement (TCA), seit 2021

Zollsätze

0 % bei britischem Ursprung mit Präferenznachweis

Besonderheit

Seit Brexit (1. Januar 2021) Drittland; Ursprungserklärung (Statement on Origin) auf Handelsdokument erforderlich

SchweizDeutschland

Zoll aus der Schweiz nach Deutschland

Abkommen

Bilaterale Abkommen EU-Schweiz + PEM

Zollsätze

Zollfreiheit bei Schweizer Ursprung

Besonderheit

EUR.1 oder Ursprungserklärung auf der Rechnung; gilt nur für Ursprungswaren, nicht Durchfuhr

JapanDeutschland

Zoll aus Japan nach Deutschland

Abkommen

EU-Japan Economic Partnership Agreement (EPA), seit Februar 2019

Zollsätze

0 % für viele Waren

Besonderheit

Schrittweise Liberalisierung; ca. 99 % zollfrei bis 2034, Pkw seit 2026 zollfrei

KanadaDeutschland

Zoll aus Kanada nach Deutschland

Abkommen

CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement), seit 2017

Zollsätze

Zollfrei für die meisten Industrie- und Agrarwaren

Besonderheit

Nachweis über REX-System (Registered Exporter)

SüdkoreaDeutschland

Zoll aus Südkorea nach Deutschland

Abkommen

EU-Korea Freihandelsabkommen, seit 2011

Zollsätze

0 % für fast alle Industriewaren

Besonderheit

Eines der umfassendsten Handelsabkommen der EU

TürkeiDeutschland

Zoll aus der Türkei nach Deutschland

Abkommen

Zollunion EU-Türkei (Industriewaren)

Zollsätze

0 % für Industriewaren

Besonderheit

Landwirtschaftliche Produkte von Zollunion ausgenommen, reguläre Drittlandszollsätze

Länderspezifische Zollregeln im Detail

Ergänzend zur Berechnung erklären unsere Leitfäden Präferenznachweise, Dokumente und besondere Risiken für USA, China, Großbritannien, Schweiz, Japan, Norwegen und Indien.

Quellen: TARIC – EU-Zolltarif · EU Trade Defence – Antidumping & Ausgleichszölle · EU-Handelsabkommen

Ausfuhr aus der EU

Zoll im Zielland: Was Ihr Kunde bei der Einfuhr zahlt

Beim Export zahlen nicht Sie den Zoll, sondern Ihr Kunde – bei der Einfuhr im Zielland. Für Angebot, Kalkulation und die Wahl der Lieferbedingung (DAP oder DDP) müssen Sie diese Abgaben trotzdem kennen. Wählen Sie im Rechner „Ausfuhr“: Er zeigt für Ihre Zolltarifnummer den Zollsatz, die Steuern und Gebühren des Ziellands für Ware aus der EU und rechnet einen Überschlag in Euro.

Welcher Satz gilt?

Mit Präferenzabkommen und Ursprungsnachweis gilt der Präferenzsatz (z. B. Schweiz, Großbritannien, Japan, Kanada), sonst der Regelsatz für WTO-Mitglieder (MFN). Zusatzzölle – etwa der USA auf bestimmte Waren – kommen zum Zollsatz hinzu.

Worauf wird der Zoll berechnet?

Die USA und Kanada bemessen den Zoll nach dem FOB-Wert (Warenwert ohne Fracht), China, die Schweiz, Großbritannien und Japan nach dem CIF-Wert inklusive Fracht und Versicherung bis zur Grenze.

Welche Nummer gilt im Zielland?

Die ersten sechs Stellen der Zolltarifnummer (HS-Code) gelten weltweit. Darunter unterteilt jedes Land selbst – die USA zum Beispiel im 10-stelligen HTS-Code. Der Rechner listet die Unterpositionen des Ziellands, Sie wählen die passende Zeile.

DeutschlandUSA

Zoll von Deutschland in die USA

Abkommen und Satz

Kein Freihandelsabkommen. Für Ware mit EU-Ursprung gilt ein eigener Satz; bei bestimmten Waren wie Stahl- und Aluminiumerzeugnissen kommen Zusatzzölle hinzu.

Zollwert

FOB – Fracht und Versicherung zählen nicht zum Zollwert

Steuern und Gebühren bei der Einfuhr

Keine Umsatzsteuer bei der Einfuhr (Sales Tax fällt beim Verkauf je Bundesstaat an). Warenabfertigungsgebühr 0,3464 % des Zollwerts, bei Seefracht Hafeninstandhaltungsgebühr 0,125 %.

Besonderheit

Die USA unterteilen jede Position im 10-stelligen HTS-Code – der Rechner listet die Unterpositionen zur Auswahl. Leitfaden Zoll USA

DeutschlandSchweiz

Zoll von Deutschland in die Schweiz

Abkommen und Satz

Freihandelsabkommen EU–Schweiz. Industriezölle sind seit dem 1. Januar 2024 abgeschafft; Agrarprodukte und Lebensmittel werden weiterhin nach Gewicht verzollt.

Zollwert

CIF – Fracht und Versicherung bis zur Grenze zählen zum Zollwert

Steuern und Gebühren bei der Einfuhr

Mehrwertsteuer 8,1 % auf Zollwert plus Zoll.

Besonderheit

Die Schweiz ist nicht Teil des EU-Zollgebiets – Ausfuhranmeldung und Einfuhrverzollung sind nötig. Leitfaden Zoll Schweiz

DeutschlandGroßbritannien

Zoll von Deutschland nach Großbritannien

Abkommen und Satz

EU–UK Trade and Cooperation Agreement: 0 % Zoll mit Ursprungsnachweis (Erklärung zum Ursprung), sonst der UK Global Tariff.

Zollwert

CIF – Fracht und Versicherung bis zur Grenze zählen zum Zollwert

Steuern und Gebühren bei der Einfuhr

VAT 20 % auf Zollwert plus Zoll.

Besonderheit

Ohne Ursprungsnachweis gilt der Regelsatz – der Rechner zeigt beide Sätze je Unterposition. Leitfaden Zoll Großbritannien

DeutschlandChina

Zoll von Deutschland nach China

Abkommen und Satz

Kein Präferenzabkommen – es gilt der Regelsatz (MFN) des chinesischen Zolltarifs.

Zollwert

CIF – Fracht und Versicherung bis zur Grenze zählen zum Zollwert

Steuern und Gebühren bei der Einfuhr

Mehrwertsteuer (Regelsatz 13 %) und für bestimmte Waren Verbrauchsteuer – im EU-TARIC nicht je Position hinterlegt, daher separat kalkulieren.

Besonderheit

Der chinesische Tarif unterteilt viele Positionen in 8- und 10-stellige Codes mit unterschiedlichen Sätzen. Leitfaden Zoll China

DeutschlandJapan

Zoll von Deutschland nach Japan

Abkommen und Satz

EU–Japan-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen: Präferenzsatz mit Ursprungserklärung, für die meisten Industriegüter 0 %.

Zollwert

CIF – Fracht und Versicherung bis zur Grenze zählen zum Zollwert

Steuern und Gebühren bei der Einfuhr

Verbrauchsteuer (Consumption Tax) 10 % auf Zollwert plus Zoll.

Besonderheit

Ohne Ursprungserklärung gilt der Regelsatz (MFN) – der Rechner zeigt beide Sätze. Leitfaden Zoll Japan

DeutschlandKanada

Zoll von Deutschland nach Kanada

Abkommen und Satz

CETA: Präferenzsatz mit Ursprungserklärung, für fast alle Industriegüter 0 %.

Zollwert

FOB – Fracht und Versicherung zählen nicht zum Zollwert

Steuern und Gebühren bei der Einfuhr

Goods and Services Tax 5 % zuzüglich Provinzsteuern je nach Bestimmungsprovinz.

Besonderheit

Kanada verlangt die Ursprungserklärung auf der Rechnung oder einem Handelspapier.

Die Zölle und Abgaben des Ziellands stammen aus der EU-TARIC-Datenbank und werden je Zolltarifnummer und Land tagesaktuell abgerufen. Verbindlich ist der Bescheid des Zolls im Zielland in Landeswährung. Die EU erhebt keine Ausfuhrzölle; für die Ausfuhranmeldung, Ausfuhrkontrolle (Dual-Use) und Sanktionen nutzen Sie die Dual-Use-Prüfung und die Sanktionslistenprüfung.

Privatpersonen und Unternehmen

Zoll berechnen: Privat vs. gewerblich

KriteriumPrivatpersonenUnternehmen (gewerblich)
Zollanmeldung
Vereinfachte Anmeldung möglichElektronische Zollanmeldung (ATLAS) Pflicht
Kleinsendungen bis 150 EUR
Bei Fernverkäufen 3 EUR je Warenkategorie seit 1.7.2026Keine Freigrenze
Einfuhrumsatzsteuer
Immer fällig (seit 1.7.2021)Immer fällig, als Vorsteuer absetzbar
Vorsteuerabzug EUSt
NeinJa (EUSt = Vorsteuer nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 UStG)
Paketdienst-Gebühr
7,50 EUR Auslagenpauschale (DHL/DP)Entfällt bei Selbstverzollung oder Zollagent
Typischer Ablauf
Paketdienst rechnet ab und stellt zuSpediteur/Zollagent erstellt Zollanmeldung
Häufiger Weg
Online-Bestellung aus China/USAGeschäftlicher Import über Spediteur
Fehler vermeiden

5 häufige Fehler bei der Zollberechnung

  • Falsche Zolltarifnummer: Die Tarifnummer bestimmt den Zollsatz. Eine falsche Nummer kann zu überhöhten Abgaben oder Nacherhebungen durch den Zoll führen. Bei einer Zollprüfung drohen Nachzahlungen für bis zu drei Jahre.
  • Transportkosten nicht eingerechnet: Der Zollwert ist nicht der Rechnungsbetrag. Fracht- und Versicherungskosten bis zur EU-Grenze müssen addiert werden.
  • Präferenzabkommen nicht genutzt: Viele Unternehmen zahlen den vollen Drittlandszollsatz, obwohl ein Freihandelsabkommen existiert. Für Waren aus Japan, Kanada, Südkorea oder UK können Sie 0 % Zoll erhalten.
  • Antidumping- und Ausgleichszölle übersehen: Für bestimmte Waren aus bestimmten Ländern (vor allem China) erhebt die EU Antidumping- und Ausgleichszölle. Diese kommen zum normalen Zollsatz hinzu und können den Preis drastisch erhöhen.
  • Verbrauchsteuern vergessen: Bei Tabak, Alkohol, Kaffee und Energieprodukten fallen neben Zoll und EUSt auch Verbrauchsteuern an.
Unser Zollrechner

Einfuhrabgaben berechnen mit unserem Zollrechner

Mit unserem Zollrechner ermitteln Sie in drei einfachen Schritten die tariflichen Einfuhrabgaben für Ihre Ware, von Zoll über Einfuhrumsatzsteuer bis hin zu Antidumpingzöllen.

  1. Herkunftsland und Produkt wählen

    Wählen Sie das Herkunftsland Ihrer Ware und geben Sie die Zolltarifnummer oder einen Produktnamen ein. Der Rechner erkennt automatisch den passenden Zollsatz.

  2. Warenwert und Frachtkosten eingeben

    Tragen Sie den Rechnungsbetrag und die Transportkosten bis zur EU-Grenze ein. Der Rechner ermittelt daraus den Zollwert als Bemessungsgrundlage.

  3. Tarifliche Einfuhrabgaben sofort sehen

    Sie erhalten sofort eine Aufstellung von Zollbetrag, Einfuhrumsatzsteuer und weiteren tariflichen Maßnahmen wie Antidumpingzöllen. Den Pauschalzoll für Fernverkäufe bis 150 EUR weist der Rechner gesondert als Hinweis aus, weil dessen Höhe von den Warenkategorien im Paket abhängt.

Einfuhrumsatzsteuer verstehen

Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) bei der Einfuhr

Neben dem Zoll fällt auf fast jede Einfuhr aus Drittländern die Einfuhrumsatzsteuer an. Sie wird auf den Zollwert inklusive des Zollbetrags erhoben und ist damit ein fester Bestandteil jeder Einfuhrabgaben-Berechnung. Wenn Sie ausschließlich diese Steuer kalkulieren möchten, nutzen Sie unseren Einfuhrumsatzsteuer-Rechner.

Steuersätze

Regelsatz19 %
Ermäßigt (Lebensmittel, Bücher ...)7 %

Bemessungsgrundlage

Die EUSt wird nicht nur auf den Warenwert berechnet, sondern auf den gesamten Zollwert plus Zollbetrag plus ggf. anfallende Verbrauchsteuern.

Vorsteuerabzug

Unternehmen können die gezahlte EUSt als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen — die EUSt ist dann kein Kostenfaktor, sondern ein durchlaufender Posten.

Zusätzliche Abgaben

Verbrauchsteuern: Wann fallen zusätzliche Abgaben an?

Für bestimmte Warengruppen fallen neben Zoll und EUSt auch Verbrauchsteuern an. Diese sind unabhängig vom Zollwert und werden nach Menge oder Gewicht berechnet.

WarengruppeSteuerartBeispiel-Steuersatz
Tabakwaren
Tabaksteuerca. 12,28 ct/Zigarette + 19,84 % des Kleinverkaufspreises
Spirituosen
Branntweinsteuer13,03 EUR je Liter reiner Alkohol
Bier
Biersteuer0,787 EUR je Hektoliter/Grad Plato
Schaumwein
Schaumweinsteuer136 EUR je Hektoliter
Kaffee
Kaffeesteuer2,19 EUR je kg Röstkaffee
Energieerzeugnisse
EnergiesteuerVariabel (z.B. 65,45 ct/Liter Benzin)

Quellen: zoll.de – Tabaksteuer · zoll.de – Alkoholsteuer · zoll.de – Verbrauchsteuern

Zollbefreiungen

Wann ist die Einfuhr zollfrei?

Es gibt mehrere Fälle, in denen keine oder reduzierte Zollgebühren anfallen:

  • Freihandelsabkommen: 0 % Zollsatz bei Waren aus Partnerländern mit Präferenznachweis (Japan, Kanada, UK, Südkorea u.a.)
  • Informationstechnologie-Abkommen (ITA): 0 % Zoll für IT-Produkte (Computer, Smartphones, Halbleiter)
  • Pharmaerzeugnisse: Viele Medikamente und pharmazeutische Wirkstoffe sind zollfrei
  • Private Geschenksendungen: Bis 45 EUR unter den gesetzlichen Voraussetzungen zoll- und steuerfrei
  • Rückwaren: Waren die aus der EU exportiert und unverändert zurückkommen (Nachweis nötig)
  • Übersiedlungsgut: Bei Umzug aus einem Drittland (Mindestbesitz 12 Monate, Anmeldung beim Zoll)
  • Zollaussetzungen: EU-weite temporäre Zollbefreiungen für bestimmte Rohstoffe und Vorprodukte (TARIC prüfen)
FAQs

Häufig gestellte Fragen zum Zollrechner

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Zollgebühren, Einfuhrumsatzsteuer und die Berechnung von Einfuhrabgaben

Wie berechne ich Zollgebühren für eine Einfuhr nach Deutschland?

Ermitteln Sie zuerst die Zolltarifnummer Ihrer Ware. Dann multiplizieren Sie den Zollwert (Warenwert + Fracht + Versicherung bis EU-Grenze) mit dem Zollsatz. Auf die Summe aus Zollwert und Zollbetrag berechnen Sie die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % (oder 7 %). Bei Fernverkäufen bis 150 EUR gilt seit dem 1. Juli 2026 stattdessen vorläufig ein Pauschalzoll von 3 EUR je Warenkategorie im Paket.

Ab welchem Warenwert muss ich Zoll bezahlen?

Seit dem 1. Juli 2026 gibt es bei Onlinekäufen aus Nicht-EU-Ländern keine allgemeine Zollfreigrenze bis 150 EUR mehr. Für Fernverkäufe bis 150 EUR gilt vorläufig ein Pauschalzoll von 3 EUR je Warenkategorie beziehungsweise Tarifunterposition im Paket. Oberhalb von 150 EUR gelten die regulären tariflichen Zollsätze. Die Einfuhrumsatzsteuer fällt grundsätzlich ab dem ersten Cent an.

Was ist der Unterschied zwischen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer?

Der Zoll ist eine Abgabe auf die eingeführte Ware selbst, abhängig von Warenart und Herkunftsland. Die Einfuhrumsatzsteuer entspricht der deutschen Mehrwertsteuer und wird auf den Zollwert plus Zollbetrag erhoben. Unternehmen können die EUSt als Vorsteuer abziehen, den Zoll nicht.

Wie hoch sind die Zollgebühren für Pakete aus den USA?

Es gelten die vollen Drittlandszollsätze, da kein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA besteht. Der Zollsatz hängt von der Warenart ab: Elektronik (ITA-Waren) 0 %, Textilien 8-12 %, Lebensmittel 5-25 %, Fahrzeuge 10 % (Pkw), 22 % (leichte Nutzfahrzeuge). Dazu kommt immer 19 % Einfuhrumsatzsteuer.

Wie hoch sind die Zollgebühren bei Bestellungen aus China?

Für Waren aus China gelten die regulären Drittlandszollsätze (0-17 % je nach Ware). Bei bestimmten Produkten wie Stahl, E-Bikes oder E-Autos fallen zusätzlich Antidumping- oder Ausgleichszölle an, die den Gesamtzoll auf über 70 % treiben können. Prüfen Sie im TARIC, ob Ihre Ware von Sondermaßnahmen betroffen ist.

Muss ich auf Pakete aus England Zoll bezahlen?

Seit dem Brexit ist Großbritannien ein Drittland. Dank des EU-UK Trade and Cooperation Agreement (TCA) können Waren mit britischem Ursprung zollfrei eingeführt werden, vorausgesetzt, ein gültiger Präferenznachweis liegt vor. Ohne Nachweis gilt der volle Drittlandszollsatz. Die Einfuhrumsatzsteuer fällt in jedem Fall an.

Kann ich die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer abziehen?

Ja, wenn Sie als Unternehmer eine Ware für Ihr Unternehmen einführen, können Sie die gezahlte EUSt als Vorsteuer nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 UStG geltend machen. Als Beleg dient der Einfuhrabgabenbescheid des Zolls.

Was ist der Zollwert und wie wird er berechnet?

Der Zollwert ist die Bemessungsgrundlage für den Zoll. Er setzt sich zusammen aus dem Kaufpreis der Ware plus den Transport- und Versicherungskosten bis zum Ort des Verbringens in das Zollgebiet der EU (z.B. Hafen Hamburg). Der Rechnungsbetrag allein reicht als Zollwert nicht aus.

Welche Waren sind zollfrei?

Zollfrei sind unter anderem IT-Produkte wie Computer und Smartphones nach dem ITA-Abkommen, viele pharmazeutische Produkte sowie Waren aus Ländern mit Freihandelsabkommen bei gültigem Präferenznachweis, zum Beispiel aus dem Vereinigten Königreich, Japan, Kanada oder Südkorea. Auch Rückwaren, Übersiedlungsgut und private Geschenksendungen können unter bestimmten Voraussetzungen zollfrei sein.

Was sind Antidumpingzölle und wann fallen sie an?

Antidumpingzölle sind Sonderzölle der EU auf Waren, die zu unter dem Marktpreis liegenden Preisen (Dumping) in die EU exportiert werden. Ausgleichszölle richten sich gegen unfaire staatliche Subventionen. Sie betreffen vor allem bestimmte Produktgruppen aus China (Stahl, E-Bikes, E-Autos, Keramik). Die Sätze können bis über 60 % betragen und werden zusätzlich zum normalen Zollsatz erhoben.

Wie finde ich den Zollsatz für mein Produkt?

Den Zollsatz ermitteln Sie über die Zolltarifnummer im EZT-Online (Elektronischer Zolltarif) oder im TARIC der EU-Kommission. Alternativ beschreiben Sie Ihr Produkt und erhalten die passende Zolltarifnummer mit Begründung und zugehörigem Zollsatz.

Was kostet die Verzollung durch den Paketdienst?

DHL/Deutsche Post berechnet eine Auslagenpauschale von 7,50 EUR für die Zollabwicklung bei Privatsendungen. DHL Express erhebt 2 % der Einfuhrabgaben, mindestens 12,50 EUR pro Sendung. UPS und FedEx haben eigene Gebühren, die oft höher liegen. Bei gewerblichen Importen übernimmt meist ein Zollagent oder Spediteur die Verzollung.

Wie berechne ich Zollgebühren für ein Auto aus den USA?

Für Pkw aus den USA gilt ein Zollsatz von 10 %. Bei einem Fahrzeugwert von z.B. 30.000 EUR plus 2.000 EUR Transportkosten ergibt sich ein Zollwert von 32.000 EUR. Der Zoll beträgt 3.200 EUR (10 %). Die EUSt von 19 % auf 35.200 EUR ergibt 6.688 EUR. Gesamtabgaben: 9.888 EUR. Hinzu kommen ggf. Kosten für TÜV-Anpassung und Homologation.

Was ist der Unterschied zwischen gewerblicher und privater Einfuhr?

Gewerbliche Importeure müssen in der Regel eine elektronische Zollanmeldung über ATLAS abgeben und benötigen eine EORI-Nummer. Private Importeure können vereinfachte Verfahren nutzen. Bei Onlinekäufen bis 150 EUR gilt seit dem 1. Juli 2026 der vorläufige Pauschalzoll von 3 EUR je Warenkategorie. Der Hauptunterschied für die Kosten: Unternehmen können die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen.

Muss ich für Geschenke aus dem Ausland Zoll bezahlen?

Für Geschenksendungen von Privatperson an Privatperson gilt eine Freigrenze von 45 EUR. Bis zu diesem Wert sind Geschenke unter den gesetzlichen Voraussetzungen zoll- und steuerfrei. Über 45 EUR ist die Sendung nicht mehr vollständig abgabenfrei; Zoll und Einfuhrumsatzsteuer richten sich dann nach den geltenden Einfuhrregeln.

Kann ich mit dem Zollrechner auch den Zoll für den Export berechnen?

Ja. Wählen Sie im Rechner „Ausfuhr“ und das Bestimmungsland. Der Rechner zeigt dann, welchen Zollsatz das Zielland auf Ware mit EU-Ursprung erhebt (Präferenzsatz oder Regelsatz MFN, dazu eventuelle Zusatzzölle), welche Steuern und Gebühren dort bei der Einfuhr anfallen und einen Überschlag in EUR. Die Daten stammen aus der EU-TARIC-Datenbank und gelten je Unterposition des dortigen Zolltarifs.

Wer zahlt den Zoll beim Export?

Der Zoll fällt im Zielland bei der Einfuhr an und wird grundsätzlich vom Einführer geschuldet – in der Regel Ihrem Kunden. Nur bei der Lieferbedingung DDP (Delivered Duty Paid) übernimmt der Verkäufer Zoll und Einfuhrabgaben. Die EU selbst erhebt keine Ausfuhrzölle. Mit dem Zollrechner sehen Sie vorab, welche Abgaben Ihr Kunde einplanen muss.

Wie hoch ist der Zoll in den USA auf Waren aus Deutschland?

Der US-Zoll richtet sich nach der Unterposition des US-Zolltarifs (HTS) und dem Ursprung der Ware. Für Ware aus der EU gilt neben dem regulären Satz seit 2025 ein eigener Satz für EU-Ursprung, bei bestimmten Waren wie Stahl- und Aluminiumerzeugnissen kommen Zusatzzölle hinzu. Bemessungsgrundlage ist der FOB-Wert, Fracht und Versicherung zählen nicht dazu. Dazu kommen die Warenabfertigungsgebühr (Merchandise Processing Fee) und bei Seefracht die Hafeninstandhaltungsgebühr. Der Zollrechner zeigt die aktuellen Sätze je US-Unterposition.

Wie berechne ich den Zoll für eine Lieferung in die Schweiz?

Die Schweiz hat die Zölle auf Industriegüter zum 1. Januar 2024 abgeschafft; für die meisten gewerblichen Waren fällt daher kein Zoll an, für Agrarprodukte und Lebensmittel gelten weiterhin Zölle je Gewicht. Bei der Einfuhr erhebt die Schweiz die Mehrwertsteuer von 8,1 % auf den Warenwert plus Fracht und Versicherung bis zur Grenze (CIF) plus Zoll. Wählen Sie im Zollrechner „Ausfuhr“ und Schweiz, um Zoll und Mehrwertsteuer für Ihre Zolltarifnummer zu sehen.

Voraussichtliche Einfuhrabgaben für Ihre Ware berechnen

Geben Sie Herkunftsland, Warenwert, Nebenkosten und die passende Zolltarifnummer ein. Der Zollrechner zeigt Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und weitere tarifliche Maßnahmen nachvollziehbar an – und bei der Ausfuhr den Zoll, die Steuern und Gebühren im Zielland. Für eine begründete Einreihung testen Sie die Zolltarifnummer Software mit 3 kostenlosen Suchen ohne Konto.