01Tarifbaum
Welche Nummer gilt unter HS-Code 2008.99?
Mit Zusatz von Alkohol richten sich die Nummern nach dem vorhandenen Alkoholgehalt von 11,85 % mas oder weniger, nach dem Zuckergehalt (mehr als 13 GHT bei Weintrauben, sonst mehr als 9 GHT) und nach der Frucht, etwa Ingwer oder tropische Früchte. Ohne Zusatz von Alkohol und mit Zusatz von Zucker unterscheiden sich die Nummern nach dem Gewicht des Inhalts der unmittelbaren Umschließung: mehr als 1 kg (Zolltarifnummer 2008.99.41.00.0 für Ingwer), 1 kg oder weniger (Zolltarifnummer 2008.99.51.00.0 für Ingwer) und nach der Frucht. Ohne Zusatz von Zucker gilt Zolltarifnummer 2008.99.85.00.0 für Mais, ausgenommen Zuckermais, und Zolltarifnummer 2008.99.91.00.0 für Yamswurzeln, Süßkartoffeln und ähnliche Pflanzenteile mit einem Stärkegehalt von 5 GHT oder mehr. Pflaumen in unmittelbaren Umschließungen unterscheiden sich nach einem Inhalt von 5 kg oder mehr (Warennummer 2008.99.72) und weniger als 5 kg (Warennummer 2008.99.78).
Die ersten sechs Stellen einer Zolltarifnummer folgen dem Harmonisierten System (HS) der Weltzollorganisation und sind in mehr als 200 Ländern und Wirtschaftsräumen gleich. Die Stellen 7 und 8 sind die Kombinierte Nomenklatur (KN) der EU, die Stellen 9 und 10 der TARIC; die 11. Stelle ist in Deutschland meist 0.
Zolltarifnummern unter den Warennummern
- 2008.99.43Weintrauben
- 2008.99.43.10.02008.99.43.90.0
- 2008.99.63tropische Früchte
- 2008.99.63.10.02008.99.63.90.0
- 2008.99.725 kg oder mehr
- 2008.99.72.10.02008.99.72.90.0
- 2008.99.78weniger als 5 kg
- 2008.99.78.20.02008.99.78.80.0
Ihre Ware einreihen
Welche der 25 Nummern gilt für Ihre Ware?
Unser Werkzeug liefert die 11-stellige Zolltarifnummer mit Begründung für die Akte.
02Maßnahmen
Sonderzölle und Kontrollen für 2008.99
Die Sätze und Bedingungen stehen auf den Seiten der einzelnen Nummern.
03Waren
Welche Waren fallen unter HS-Code 2008.99?
12 Waren mit eigener Einreihungsseite führen auf HS-Code 2008.99. Jede Karte führt zur Einreihungsseite der Ware.
Kochbananen Chip – 2008.99.99.90.0
Tamarinden Paste – 2008.99.63.90.0
Weinblatt – 2008.99.99.19.0
Gerösteter Seetang – 2008.99.99.90.0
Bananen Püree – 2008.99.49.80.0
Mango-Püree – 2008.99.63.90.0
Fruchtleder – 2008.99.99.90.0
Bananen Chip – 2008.99.67.99.0
Guacamole – 2008.99.67.99.0
Jackfrucht-Chip – 2008.99.63.90.0
Fruchtmark – 2008.99.49.80.0
Baby-Mais – 2008.99.85.00.004Rechtsgrundlagen
Rechtsgrundlagen zu 2008.99
Anmerkungen (7)
2. Zu den Positionen 2007 und 2008 gehören nicht Fruchtgelees, Fruchtpasten, dragierte Mandeln und dergleichen, in Form von Zuckerwaren (Position 1704) oder von Schokoladewaren (Position 1806).
2. a) Als Gehalt an verschiedenen Zuckern, berechnet als Saccharose („Zuckergehalt“), von Waren dieses Kapitels gilt der bei 20 °C refraktometrisch — nach der im Anhang der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 974/2014 der Kommission (71) vorgesehenen Methode — ermittelte Wert, multipliziert mit einem der folgenden Faktoren: — 0,93 bei Waren der Unterpositionen 2008.20 bis 2008.80, 2008.93, 2008.97 und 2008.99; — 0,95 bei Waren der übrigen Positionen. Als Gehalt an verschiedenen Zuckern, berechnet als Saccharose (‚Zuckergehalt‘), von — Waren dieses Kapitels, hergestellt auf der Grundlage von Algen und Tangen, zubereitet oder haltbar gemacht nach nicht in Teil II Kapitel 12 der Kombinierten Nomenklatur vorgesehenen Verfahren, — Waren dieses Kapitels, hergestellt auf der Grundlage von Maniok, Pfeilwurz (Arrowroot) und Salep, Topinambur, Süßkartoffeln und ähnlichen Wurzeln und Knollen mit hohem Gehalt an Stärke oder Inulin der Position 0714, — Waren dieses Kapitels, hergestellt auf der Grundlage von Weinblättern, gilt jedoch der auf der Grundlage von Messungen mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (‚HPLC- Methode‘) nach folgender Formel berechnete Wert: S + (G + F) × 0,95, wobei: ‚S‘ der mittels HPLC-Methode bestimmte Saccharosegehalt der Ware, ‚F‘ der mittels HPLC-Methode bestimmte Fructosegehalt der Ware und ‚G‘ der mittels HPLC-Methode bestimmte Glucosegehalt der Ware ist. b) Der in den Unterpositionen der Position 2009 verwendete Ausdruck „Brixwert“ entspricht dem bei 20 °C refraktometrisch — nach der im Anhang der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 974/2014 (71) …
Weitere 5 Anmerkungen im Wortlaut
3. Erzeugnisse der Unterpositionen 2008.20 bis 2008.80, 2008.93, 2008.97 und 2008.99 gelten als „Früchte oder andere genießbare Pflanzenteile mit Zusatz von Zucker“, wenn ihr „Zuckergehalt“ höher ist als die folgenden für die verschiedenen Fruchtarten oder für andere genießbare Pflanzenteile aufgeführten Gewichtshundertteile: — Ananas, Weintrauben: 13 GHT, — andere Früchte, einschließlich Mischungen von Früchten oder andere genießbare Pflanzenteile: 9 GHT.
4. Für die Anwendung der Unterpositionen 2008.30.11 bis 2008.30.39, 2008.40.11 bis 2008.40.39, 2008.50.11 bis 2008.50.59, 2008.60.11 bis 2008.60.39, 2008.70.11 bis 2008.70.59, 2008.80.11 bis 2008.80.39, 2008.93.11 bis 2008.93.29, 2008.97.12 bis 2008.97.38 und 2008.99.11 bis 2008.99.40 versteht man unter: — vorhandenem Alkohol (in % mas) die Masseneinheiten reinen Alkohols, die in 100 Masseneinheiten des Erzeugnisses enthalten sind; — % mas: die Abkürzung für den Massengehalt.
7. Als „tropische Früchte“ im Sinne der Unterpositionen 2001.90.92, 2006.00.35, 2006.00.91, 2007.10.91, 2007.99.93, 2008.97.03, 2008.97.05, 2008.97.12, 2008.97.16, 2008.97.32, 2008.97.36, 2008.97.51, 2008.97.72, 2008.97.76, 2008.97.92, 2008.97.94, 2008.97.97, 2008.99.24, 2008.99.31, 2008.99.36, 2008.99.38, 2008.99.48, 2008.99.63, 2009.89.34, 2009.89.36, 2009.89.73, 2009.89.85, 2009.89.88, 2009.89.97, 2009.90.92, 2009.90.95 und 2009.90.97 gelten Guaven, Mangofrüchte, Mangostanfrüchte, Papaya-Früchte, Tamarinden, Kaschu-Äpfel, Litschis, Jackfrüchte, Sapotpflaumen, Passionsfrüchte, Karambolen und Pitahayas.
8. Als „tropische Nüsse“ im Sinne der Unterpositionen 2001.90.92, 2006.00.35, 2006.00.91, 2007.99.93, 2008.19.12, 2008.19.92, 2008.97.03, 2008.97.05, 2008.97.12, 2008.97.16, 2008.97.32, 2008.97.36, 2008.97.51, 2008.97.72, 2008.97.76, 2008.97.92, 2008.97.94 und 2008.97.97 gelten Kokosnüsse, Kaschu-Nüsse, Paranüsse, Areka-(Betel-)Nüsse, Kolanüsse und Macadamia-Nüsse.
1. In diesem Abschnitt gelten als „Pellets“ Erzeugnisse, die entweder unmittelbar durch Pressen oder durch Zusatz eines Bindemittels in einer Menge von 3 GHT oder weniger zu Zylindern, Kügelchen usw. agglomeriert worden sind.
Einreihungsverordnungen (2)
| Verordnung | Ware | Damals |
|---|---|---|
| 1967/200501.12.2005 | Grüne, gemahlene Avocadopülpe (Guacamole) in Umschließungen mit einem Gewicht des Inhalts von 1 kg oder weniger wurde in die Warennummer 2008.99.67 eingereiht. | 2008.99.67 |
| 627/200304.04.2003 | Getrocknete Datteln mit Marzipanfüllung in Behältnissen zu 250 g wurden in die damalige Warennummer 2008.99.68 eingereiht, heute ist dafür die Warennummer 2008.99.67 maßgeblich. | 2008.99.68heute 2008.99.67 |
Urteile des EuGH (1)
| Urteil | Kernsatz |
|---|---|
| C-133/0222.01.2004 | Niederländisch. |
05Häufige Fragen
Häufige Fragen zum HS-Code 2008.99
Welche Waren schließt die Anmerkung zu Kapitel 20 von HS-Code 2008.99 aus?
Fruchtgelees, Fruchtpasten, dragierte Mandeln und dergleichen gehören nicht zu Position 2008, wenn sie als Zuckerwaren (Position 1704) oder Schokoladewaren (Position 1806) vorliegen. Sie werden daher nicht in die Unterposition 2008.99 eingereiht.
Welche Zolltarifnummer unter HS-Code 2008.99 gilt für welche Ware?
Die Zolltarifnummer richtet sich nach Alkoholzusatz, Zuckerzusatz, dem Gewicht des Inhalts der unmittelbaren Umschließung und nach der Frucht oder dem Pflanzenteil. Als Erzeugnisse mit Zusatz von Zucker gelten solche mit einem Zuckergehalt von mehr als 9 GHT, bei Ananas und Weintrauben von mehr als 13 GHT.
Quellen · Stand 31.10.2026
- Harmonisiertes System (WZO)
- Die ersten sechs Stellen
- EU-TARIC
- Zollsätze, Sonderzölle und Kontrollen
- EBTI-Datenbank
- Gültige vZTA je Nummer
- Kombinierte Nomenklatur
- 8-stellige Nummern und Wortlaut
- Amtsblatt der EU
- Einreihungsverordnungen und Urteile